Die 7 goldenen Regeln für gutes Logo Design mit denen Marken Größe erreicht haben

Aktualisiert am: 7. Januar 2019 * Lesezeit: ~ 6 Min.

Keine Marke, doch auch kein Onlineshop, kein Blog, kein Medium das Online präsent ist kommt heute ohne Logo aus. Jede Website wird als Marke über den Online Auftritt definiert, bei dem das Logo eine große Rolle spielt. Bei den meisten Websites bewusst oben links in der Ecke platziert, da dort der Blick des Nutzers als Erstes hin wandert. Die 7 goldenen Regeln für gutes Logo Design haben wir für Sie zusammengestellt.

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1. Wählen Sie ein, zwei Schriftarten

Ähnlich wie bei den Farben, erkennt man die Klasse eines Designers daran, wie er die ihm zur Verfügung stehende Mittel präzise einsetzt und nicht an der Fähigkeit, sie alle auf einmal zu verwenden.

Die von der Marke verwendete Schriftart bestimmt ihre eigene Art. Ein Laden mit Kunsthandwerk braucht andere Fonts als ein Versicherungsverkäufer, und wieder andere eignen sich für eine Konzertagentur.

Sanfte oder scharfe Formen, mit Serifen oder anspruchslose (serifenlose), an die Kalligrafie oder Handschrift anknüpfende. Es gibt unzählige Möglichkeiten; die Richtige zu wählen ist eine Kunst.

Ordnen wir ein bisschen die Fachsprache – heute reden wir nicht mehr von Druckbuchstaben sondern von Fonts. Druckbuchstaben sind Buchstaben aus Blei, früher im polygraphischen Gewerbe genutzt. Eine Datei mit einer Schriftart, die auf dem Computer verwendet wird, ist ein Font. Ein kleiner, doch signifikanter Unterschied.

2. Wählen Sie ein, zwei Farben

Drei Farben sind schon viel, vier sind viel zu viel. Einem Entwurf mit vielen Farben fehlt es an Entschlossenheit und Charakter.

Die Farben haben Bedeutung, die man wissen sollte, alle zusammen verwendet, leugnen sie einander. Es ist kein Zufall, dass die wirklich großen Logos kaum kunterbunt sind. Ausnahmen (z. B. der Kinderladen Toy’R’Us) bestätigen die Regel.

Vergessen Sie nicht, dass Ihr Logo alltäglich mit viel visuellem Chaos konfrontiert wird. Schauen Sie sich in einem Einkaufszentrum um. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Logo sich von dem bunten Lärm abhebt.

Hier kann die Kenntnis der Farbpsychologie hilfreich sein. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Blog von Frischlogos.de

3. Beschreiben Sie Ihr Logo telefonisch oder per SMS

Ist das Markenzeichen zu komplex, um es in Worten oder schriftlich zu beschreiben, beinhaltet es wahrscheinlich unnötige Elemente. Je mehr Elemente vorhanden sind, desto schwieriger ist es, die Form zu verstehen und sich einzuprägen.

Die Einprägsamkeit ist Magie, die Quintessenz des Designer Erfolgs. Dafür gibt es kein Rezept, jedoch weiß man was sie zerstört – ein Übermaß an Ehrgeiz bei fehlender Disziplin.

Sind Sie selbstsicher, so müssen Sie bei niemandem Rechenschaft ablegen. Sie zeigen worum es geht. Ähnlich ist es mit der Grafik. Ein einprägsamer Entwurf braucht sich nicht hinter Zierrat zu verstecken, um Symbole und Deutungen zu vermehren.

Komplexität macht die Marke nicht einzigartig, sondern … eben kompliziert.

4. Testen Sie die Größen und Versionen Ihres Logos

Ihr neues Logo sollte in jeder Skalierung, auf jedem Hintergrund und in jedem Medium gut aussehen. Zum Testen bereiten Sie verschiedene Farbversionen sowie verschiedene Typen von Dateien vor.

Ist die Farbzusammenstellung die Stärke des Markenzeichens, so darf sie in Schwarz oder Weiß (auf dunklem Hintergrund) nicht verloren gehen.

Ähnliche Probleme entstehen durch komplizierte Details. Sie werden nur in einer Vergrößerung sichtbar und nicht immer benutzen wir dieses Format.

Manchmal ist das Logo einen Zentimeter groß, manchmal einen Meter, aber immer sollte es derselbe gute vielseitige Entwurf sein.

5. Übertragen Sie Ihre Verantwortung nicht auf Ihre Kinder oder Bekannte

Wenn Sie jemanden nach der Meinung zu Ihrem neuen Logo fragen, so übernimmt er einen Teil der Verantwortung für die Wirkung. Wollen Sie Ihren Vertrauten dies wirklich antun?

Menschen, die sich beruflich mit Grafiken oder Marketing nicht befassen, werden vielleicht den Entwurf in eine falsche Richtung lenken. Man kann ihnen keine Vorwürfe machen, sie meinen es gut.

Es gibt eine bessere Methode. Fragen Sie um die Meinung der Menschen, die Ihren Markt und die Kundenpräferenzen gut kennen und auf deren Ehrlichkeit Sie zählen können. Wenn es um diese Frage geht, brauchen Sie eher Fachleute als Freunde.

Manchmal ist natürlich ein Fachmann auch Ihr Freund. Umso besser für Ihr Logo.

6. Leihen Sie sich keine Elemente von anderen Entwürfen

Das Verbinden der im Netz gefundenen Elemente ist ein Plagiat. Es lohnt sich nicht, dies von einem Anwalt zu erfahren.

Es lohnt sich dafür zu beachten, dass Google uns keine Entwürfe zeigt, die man nutzen kann, sondern einfach fremde Entwürfe. Hunderte, Tausende fremder Entwürfe. Sie können sie betrachten, sie sind jedoch Eigentum einer anderen Person.

Denken Sie nicht, dass andere nicht dasselbe im Netz finden wie Sie selbst. Es wird immer einfacher, die Originalität eines Entwurfs zu prüfen, aber sogar ohne dieses Wissen darf die Nutzung von fertigen Mustern oder Elementen nicht in Betracht gezogen werden.

Auf fremden Ideen kann man keinen beständigen Erfolg aufbauen.

7. Entfernen Sie viel

Jeder sollte ein Experiment machen – entfernen Sie aus dem Entwurf alles, was nicht notwendig ist, um den Namen zu lesen und die Marke zu erkennen.

Lassen Sie die Linien der Buchstaben und des Markenzeichens, entfernen Sie jedoch, obgleich für ein Moment, alle Effekte und Extras: Farben, Schatten, Punkte, Striche, Rahmen, tonale Übergänge und den Hintergrund.

Ein potenziell zeitloses Logo müsste genauso sinnvoll und attraktiv wie vor dem Test bleiben.

Ist der Entwurf ohne Effekte weniger attraktiv, war die Attraktivität falsch, nicht strategisch platziert.

Zum Beispiel verändert das Logo von Apple ihre Bedeutung nicht, unabhängig davon, ob es silbern, weiß oder schwarz ist, mit Schatten oder ohne. So eine Schlüssigkeit sollte das Ziel des Designers sein.

Sie können Grundsätze brechen, sobald Sie sie beherrschen
Gegen den Strom schwimmen bedeutet nicht egal wohin. Viele gelungene Logo-Entwürfe beachten die eine oder andere Regel nicht; das zeugt jedoch nicht von falschen Regeln, sondern von der Einzigartigkeit des Entwurfs.

Die Regeln zur Gestaltung von einem einprägsamen und wirkungsvollen Logo kann man kreativ umdrehen, paraphrasieren und entwickeln. Dafür aber muss man sie gründlich kennen lernen und zusätzliche Zeit und Geld investieren.

Die Grundsätze sollen kein Gefängnis sein, sondern eine Karte mit dem Weg zum Schatz. Sie verhindern nicht Ihren Erfolg, sondern lassen Sie ihn erringen.

Revolte gegen Regeln, die man nicht mit der Erfahrung von komplexen Realisierungen ersetzen kann. Diese Annahme ist eine der gefährlichsten Fallen für Anfänger: Designer und ihre Kunden.


von FL Design
Autor: Christine Lea Wiechers


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