Der Wille sich mit einem eigenen Onlineshop selbständig zu machen, ist ungebrochen. Doch die Vielfalt der Shop-Programme ist so groß, dass man sich kaum zurecht findet. Gleiches gilt für die Wahl des „richtigen“ Webhosters. In wenigen Punkten möchte ich einmal wichtige Aspekte beleuchten, die man beachten sollte.


Eine Existenz im Online-Business

Die Fakten bestätigen es. Im Jahr 2015 gab es 299.000 gewerbliche Existenzgründungen im Vollerwerb und 248.700 gewerbliche Nebenerwerbsgründungen. Wie viele davon ein Online-Business eröffnet haben, sagt die Statistik² leider nicht. Aber sie sagt, dass es einen Rückgang an Gründungen aus der Arbeitslosigkeit gibt, und somit einen kleinen Rückgang im Gegensatz zum Vorjahr. Im Klartext heißt es auch, dass es mehr Gründungen aus Überzeugung gibt, als aus der Not (wegen Arbeitslosigkeit). Das ist für mich eine gute, wenn nicht bessere Voraussetzung, mit dem eigenen Business auch erfolgreich zu werden.

Nun ist die Entscheidung gefällt, wie geht es weiter? Ich überspringe jetzt die ganzen rechtlichen Punkte. Für einem Online-Business ist natürlich der Onlineshop das wichtigste Werkzeug. Und da beginnt das größte Problem: Es gibt zu viele, man verliert den Überblick. Ich möchte jetzt auch nicht alle aufzählen, denn ich würde doch welche übersehen. Einen reichhaltigen Überblick habe ich hier zusammen gestellt. Aus der Erfahrung zeigt sich für mich jedoch immer ein ähnliches Bild. Man sollte bevor man eine Shop-Software sucht, wissen was man vor hat. Welche Produkte werden verkauft, welche Zielsetzung habe ich, welche Funktionen sind jetzt nötig und welche erst später. Man sollte alles bedenken, was möglich ist. Natürlich kann man das nicht 100%ig.

Als nächstes stellt sich die Frage: „kostenlos, kaufen oder mieten?“. Man kann eine Shop-Software kostenlos erhalten, muss aber entsprechendes Vorwissen über die Technik haben. Wenn etwas nicht (mehr) funktioniert, sollte man Wissen wie man vorgehen muss. Es gibt zwar auch etliche Foren die wirklich gut sind, aber es bedeutet dennoch Zeit und die Fehler muss man mit fremder Hilfe dennoch alleine finden und beheben. Alternativ kann man aber auch mit der Software Support-Verträge abschließen. Im Fehlerfall erhält man Hilfe. In der Regel auch schnell, ohne große Wartezeiten. Hier muss jeder werdende Shop-Betreiber selbst schauen, wo er steht.

Eine nicht unterschätzte Frage ist auch die Optik. Nur in einem attraktiven Shop, werden die Leute auch kaufen. Zum Layout gehört auch die Menü-Führung und das Handling der Seite. Für alle Shops gibt es sogenannte Templates. Das sind vorgefertigte Layouts, die man auch selbst noch anpassen kann. So kann jeder Shop seine ganz besondere Note erhalten. Hier nehmen sich kostenlose gegenüber kostenpflichtige nicht viel. Die Installation und Änderung kann man selbst durchführen, oder durch einem Dienstleister umsetzen lassen. Es gibt auch Shops, die kommen ohne einem solchen (zusätzlich gekauften) Layout aus. Es ist ein ähnliches System wie man von Baukästen her kennt. Auf das gleiche System greifen bspw. E-Shops zu. Also Miet-Shops wie sie als Beispiel von 1&1¹ angeboten werden. Doch auch Gambio¹ bietet eine ähnliche Technik mit dem „StyleEditor“ an. Nur ein ganzes Stück individueller was die Umsetzung betrifft.

Mieten oder kaufen

An dieser Stelle kommt sicher die Frage, ob man einen Shop besser mieten oder kaufen sollte. Hier kann man keine eindeutige Antwort geben. Denn es kommt auf jeder Einzelsituation an. Ich habe Kunden, die mit einem Miet-Shop von 1&1 gute Erfolge erzielen. Je nach Angebot¹ hat man auch die gängigen Funktionen inklusive, ohne etwas nachinstallieren zu müssen. Und auch in der Optik hat sich viel getan. Über dem eben erwähnten Baukasten-System, kann man sich sein Layout einfach zusammen stellen. Nur ist man hier natürlich beschränkt, was die Vielfältigkeit angeht. Auch was die Suchmaschinenoptimierung betrifft, ist man auf die Funktionen des Webhosters angewiesen. Doch auch hier hat sich viel getan als es noch vor Jahren der Fall war. Der Vorteil liegt darin, dass man sich nicht um der eigentlichen Shop-Software kümmern muss. Man zahlt monatliche eine Summe X, und muss sich um nichts weiter kümmern.

Wer dennoch mehr Eingriffe in die Software und der Individualität des Layouts und den Funktionen des Shops haben will, kann sich einmal Lightspeed¹ anschauen. Hier kann man einen Shop auf einem noch höheren Niveau mieten, hat aber auf das System vollen Zugriff. Eine Überblick und Vergleich habe ich hier zusammengetragen, da es sonst den Beitrag zu sehr in die Länge ziehen würde.

Die meisten meiner Kunden verwenden die Shop-Software Gambio, die ich eben auch schon erwähnt habe. Gambio ist eine kostenpflichtige Software, wobei eigentlich nur der Support Geld kostet. Verlängert man den Support nicht, erhält man nach der Laufzeit keine Update und keinen Support mehr. Den müsste man sich dann wie auch bei kostenlosen Shops über Foren oder Dienstleister holen. Die Kosten sind aber sehr überschaubar, das sollte keine Hürde sein. Neben der einfachen Bedienbarkeit, kann man auch einfach das Layout selbst erstellen. Man kann sich hier kostenlos die Demo-Shops ansehen¹ und auch einmal durch dem Admin-Bereich – dem Herz – streifen.

Das Webhosting

Entscheidet man sich für einen Mietshop, egal ob 1&1, …. oder Lightspeed, ist das richtige Hosting keine Frage mehr. Denn das übernehmen da ja die Anbieter selbst. Fällt die Wahl aber auf einem kostenlosen, oder auch kostenpflichtigen Shop, ist diese Frage wieder aktuell. Auch hier gibt es eine große Anzahl an Providern. Ich persönlich bin nicht für die ganz großen Anbieter auf dem Markt. Diese locken zwar mit günstigen Preisen, fallen aber nicht selten beim Support durch. Wenn es Probleme gibt, ist schnelle Hilfe Gold und Geld wert. Denn wir wollen ja verkaufen 😉 . Schnelle Hilfe finde ich zum Beispiel bei Estugo¹ oder auch DomainFactory¹. Mit beiden Webhostern habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

 

 

Bilderquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

² http://www.exist.de/


Wer schreibt hier

 Wer schreibt hier? Mehr über den Autor...


Unterstützung

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen und weiter geholfen hat, würde ich mich über einen kleinen Beitrag für die redaktionelle Tätigkeit sehr freuen! Vielen Dank für Ihrer Unterstützung!


Anzeige