Wie es nach der Eröffnung des Online-Shops weitergeht

Aktualisiert am: 1. Oktober 2018 * Lesezeit: ~ 4 Min.

Sobald die ersten Kunden bestellen und das Geschäft langsam anläuft, besteht erst einmal Grund zur Freude. Die Eröffnung des eigenen Online-Shops ist geglückt. Allerdings ist jetzt nicht die Zeit, sich auf die faule Haut zu legen. Stattdessen sollte man handeln. Schließlich will man sich ja einen großen Kundenstamm aufbauen, diesen langfristig an den eigenen Shop binden und letztendlich den Gewinn vergrößern. Wenn man möchte, dass das Geschäft so richtig summt und brummt, gibt es viel zu tun.

Technische Aspekte berücksichtigen

Eine wichtige Grundlage für einen florierenden Online-Shop ist schlicht und einfach die Technik. Funktioniert sie nicht, springen Kunden ab. Für den Gründer selbst ist zudem relevant, für welches Shopsystem er sich entscheidet. Schließlich muss man ja störungsfrei damit arbeiten können. Mit einem ERP-System leistet man sich eine Investition für die nahe und ferne Zukunft. Man kann flexibel auf Änderungen des Marktes reagieren und es selbst dann noch nutzen, wenn der Online-Shop wächst oder die Geschäftsprozesse komplexer werden. Darüber sollte man frühzeitig nachdenken; am besten schon, bevor man aufgrund einer Bestellungsflut an seine Grenzen stößt. Bevor man sich eine ERP-Software zulegt, sollte man sich allerdings über essentielle Auswahlkriterien informieren. Welche Funktionen und Kernmodule sollte es mitbringen? Möchte man lieber eine On-Premise- oder eine Cloud-Lösung?<

Es gibt neben Standardprogrammen auch branchenspezifische und sogar maßgeschneiderte Lösungen. Mit einem ERP-System behält man langfristig den Überblick über den Shop und profitiert von weiteren Vorteilen:

  • Direkte Zusammenarbeit von ERP-System und Shop
  • Zeit- und Kosteneinsparung dank standardisierter Geschäftsprozesse
  • Automatisierung von Abläufen
  • Optimierung von Logistik und Informationsfluss
  • Übersicht über Lager, Bestellungen und ausverkaufte Produkte in Echtzeit

Was ist noch zu tun?

Das oberste Ziel sollte sein, neue Kunden zu gewinnen und die vorhandenen zufrieden zu stellen. Nur wenn der Einkauf für sie ein positives Erlebnis war, werden sie wieder zurückkehren. Um das zu gewährleisten, kann man einiges tun:

  1. Man sollte den eigenen Online-Shop immer wieder auf seine Benutzerfreundlichkeit (Usability) hin überprüfen und ggf. Anpassungen vornehmen. Die Produktsuche sollte einfach und angenehm sein. Vielleicht verlangen immer mehr Kunden irgendwann nach einer Art Kaufberatung? Dann kann man beispielsweise eine Echtzeitberatung installieren.
  2. Mit gutem aktuellem Content kann man zum einen Kunden vom Produkt überzeugen. Den Inhalt sollte man sprachlich an Zielgruppe und Preisklasse anpassen. Je nachdem ist der zum Beispiel Text locker oder sachlich geschrieben. Zum anderen ist guter Content ein essentieller Faktor, wenn es um das Suchmaschinenranking geht. Spätestens seit dem Panda-Update vor einigen Jahren sollte man bei Online-Shops auf einzigartigen Content mit Mehrwert für den Nutzer setzen.
  3. Im Gegensatz zum stationären Handel können Kunden das Angebot nicht anfassen. Das ist nicht zwingend nachteilhaft, solange man es angemessen visualisiert. Dazu sollte man hochwertige Produktfotos machen, welche die wichtigsten Aspekte des Artikels abbilden.
  4. Des Weiteren sollte man sich überlegen, welche Marketing-Maßnahmen sich für die jeweilige Angebotspalette eignen. Das können sowohl Offline- als auch Online-Strategien sein. Zudem sollte man sich nicht auf das Konzept beschränken, das im Businessplan festgehalten ist. Wenn die Umstände es erfordern, kann und sollte man die Marketing-Maßnahmen anpassen. Auf keinen Fall außer Acht lassen sollte man Suchmaschinenoptimierung und -werbung, um für die Kunden online möglichst sichtbar zu werden. Mit einem informationalen Blog zusätzlich zum Shop kann man Kunden schon abzugreifen, bevor sie eine konkrete Kaufintention entwickelt haben. Oft schadet es außerdem nicht, offline präsent zu sein, etwa durch Zeitschriftenanzeigen oder Radiospots.

Erfolgsmessung ist essentiell

Selbst wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat, ist ein Online-Shop immer noch eine Existenzgrundlage. Deshalb sollte man regelmäßig überprüfen, wie das Geschäft und die Marketing-Maßnahmen laufen. Verweilen Nutzer nur kurz auf der Seite? Ist die Absprungrate besonderes hoch? Werden Newsletter überhaupt gelesen? Welche Kennzahlen für das Online-Marketing noch wichtig sind, kann man hier nachlesen. Wenn man regelmäßig eine Erfolgskontrolle durchführt, merkt man rechtzeitig, dass Handlungsbedarf besteht, und kann gegensteuern.

Bild: © Antonio Guillem/shutterstock


Wer schreibt hier

 Wer schreibt hier? Mehr über den Autor...


Unterstützung

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen und weiter geholfen hat, würde ich mich über einen kleinen Beitrag für die redaktionelle Tätigkeit sehr freuen! Vielen Dank für Ihrer Unterstützung!

* Werbung (Empfehlungen; nicht in allen Beiträgen vorhanden!)


Werbung
Bisher wurde der Artikel 849 mal gelesen. Vielen Dank.

Ein Kommentar

  1. Der Text trifft den Nagel auf den Kopf. Einen Online Shop aufzusetzen ist recht schnell erledigt. Nur muss er stetig optimiert und ausgebaut werden. Gerade für Nischenseiten oder Shops wie z.B. diesen https://shop.euro-souvenirs.de/shop/de/ ist essentiell frischen Content zu erstellen und vorhandene Inhalte zu optimieren. Zudem sollte Technik und Usability stetigt geprüft und optimiert werden. Denn schließlich schläft der Wettbewerb nicht und man muss mit diesem Schritt halten. Online kann man nur durch kontinuierliche Arbeit erfolgreich sein. Die Online Marketing Maßnahmen müssen zudem mit anderen kombiniert werden. Stillstand ist insgesamt nicht gut.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.