Geschichte und Zukunft des Online-Handels

Aktualisiert am: 15. August 2018 * Lesezeit: ~ 3 Min.

Das Internet hat die Einkaufswelt nachhaltig verändert und tut es immer noch. Das veränderte Shoppingverhalten sorgt dafür, dass der Online-Handel boomt und immer mehr stationäre Händler verschwinden bzw. ihre Aktivitäten ebenfalls ins Internet verlagern. Im Gegensatz zu der Meinung von Kritikern bringt das Online-Geschäft vielfältige Vorteile, sowohl für Kunden als auch für Händler.

Fortführung des Kataloghandels

Heute findet man fast keine Produkte mehr, die nicht über das Internet bezogen werden können. In der Anfangszeit hingegen konnte der Online-Handel kaum als ernsthafte Konkurrenz zum stationären Handel wahrgenommen werden, vielmehr war es eine Art Fortführung dessen, was der Versand- und Kataloghandel eingeläutet hatte. Hauptsächlich wurden in der Anfangszeit leicht zu lagernde und leicht zu versendende Produkte angeboten, häufig waren sogenannte Mailorder die Ersten, die das Internet für sich entdeckten. Die Erfolgsgeschichte von Amazon (als Buchhandel begonnen) bedarf keiner weiteren Erklärung. Das heute sogar Supermärkte – wenn auch erst ab einem gewissen Einkaufswert – ihre Waren bis vor die Haustür liefern, kommt nicht von ungefähr. Zum einen möchten Verbraucher von heute die gekauften Waren möglichst unkompliziert und zu jeder Tageszeit einkaufen und so wenig wie möglich Anstrengung dafür aufwenden, zum anderen möchte kein Händler den Markt einfach so an andere Anbieter verlieren.

Eigentransport entfällt

Geschichte und Zukunft des Online-HandelLängst schon hat sich der Internethandel auch in Bereichen durchgesetzt, von denen man es eigentlich nicht erwartet hätte. Autos, Pflanzen, Lebensmittel, Drogerieartikel oder auch Medikamente können heute problemlos online bestellt werden. Auch interessant ist, dass Baustoffe zunehmend über das Internet gekauft werden. Zwar sind Baumärkte ebenfalls als Händler im Internet unterwegs, ihr Monopol ist aber zumindest in der Hinsicht gebrochen, dass auch verstärkt spezialisierte Anbieter von Baustoffen ihre Waren über das Internet vertreiben. Der entscheidende Vorteil für den Kunden ist hier, dass die Baumaterialien und Baustoffe vom jeweiligen Händler meist bis vor die eigene Haustür geliefert werden, ein teils umständlicher Eigentransport also entfällt. Neben den Marktführern und Konzernen, die um die Position in den Massenmärkten kämpfen, finden andere Händler ihren Platz in lukrativen Marktnischen. Ein gutes Beispiel für so einen Händler ist etwa Glimpex-G, der unter bambus-parkett.de nachhaltige Produkte (insbesondere Parkett) aus Bambus anbietet.

Die Zukunft

Nachhaltigkeit ist ein Faktor, der den Handel im Internet zunehmend beeinflusst. Was früher Bioläden, Reformhäusern oder speziellen ökologisch-bewussten Herstellern vorbehalten war, erhält bei der Online-Kundschaft einen immer höheren Stellenwert, denn der Internet-Kunde ist bestens informiert. Nicht nur Preis und Qualität spielen hier eine Rolle, sondern zunehmend auch faire Handelsbedingungen und ökologische Verträglichkeit der Produkte. Weiterhin wird es aber auch dabei bleiben, dass der Kunde von heute immer bequemer einkaufen will – das Shoppingerlebnis also möglichst einfach und angenehm vonstatten gehen soll. Neben optimierten Angeboten und Präsentationen der Produkte spielen hier auch einfachere Bezahlmöglichkeiten mit hinein. Die sogenannte Customer Journey, – die „Reise“ des Kunden über mehrere Kontaktpunkte wird wegweisend in der Zukunft des Onlinehandels werden. In Zukunft wird es daher immer wichtiger, Produkte Empfänger-orientiert zu präsentieren, um den Kunden langfristig zu binden. So gesehen wird aus der anfänglichen Anonymität des Internethandels, das Online-Shoppen wieder verstärkt ein persönliches Shopping-Erlebnis für Verbraucher werden.

Infografik zum Thema

Die Zukunft des eCommerce – eine Infografik von RS Components


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