Immer mehr Menschen suchen den Weg in einer neuen Existenz, einer neuen Aufgabe und hoffen auf weiter Sicht unabhängig(er) zu werden. Ich habe einmal die wichtigsten Punkte zum Thema „Selbständig machen“ zusammengetragen. Denn eine Existenzgründung sollte gut überlegt und nicht ohne Planung umgesetzt werden.


Selbständig machen im Netz

In den letzten 10 Jahren (im März 2016) habe ich nahezu alle Gefühlswelten mitgemacht. Ich gründete aus der Arbeitslosigkeit und meine damalige Vermittlerin war nicht besonders begeistert. Ich habe dann an einem Gründer-Check teilgenommen, der eine Woche ging. Während dieser Woche wurde uns einiges vermittelt. Kurze Einführungen in Werbung und Marketing sowie Verkauf. Gegen Ende der Woche sollten wir unser Produkt mittels Präsentation anpreisen. Mein Produkt waren Linux-Computer. Ja, damit wollte ich den Start in die eigene Existenz wagen. Das tolle war nun, dass ich nach meiner Präsentation tatsächlich einen echten Verkauf verzeichnen konnte! Die Geschäftsbeziehung hielt noch einige Jahre und zu dem Notebook kam ein weiteres dazu sowie einige Service-Leistungen. Das war natürlich ein toller Start.

Aber online kam es nicht besonders in Schwung. Immer mal einen PC oder Notebook. Einmal einen Server, die Bilanz nach den ersten Jahren – eher bescheiden. Dann habe ich mich mehr informiert, irgendwo mussten die entscheidenden Fehler liegen.

5 Fehler die man vermeiden kann

Im folgenden eine nicht abschließende Liste an Fehlern, die man schon zu Beginn berücksichtigen sollte:

  • Die richtige Shop-Software. Es hört sich so banal an. Klar, will man sich online Selbständig machen, ist das das Fundament. Aber es gibt tausende Onlineshop-Programme und vor allem für unerfahrene eine schier endlos große Auswahl. Zu meiner Gründungszeit gab es da weniger Auswahl. Ich startete einfach mit einer HTML-Webseite und PayPal-Bezahlfunktion. Die Seite sah gut aus, aber technisch sehr verbesserungswürdig. Dann stieg ich auf OS-Commerce um, später auf XT:Commerce bis ich schließlich bei Gambio hängen geblieben bin. Das war ein GX1. Ich empfehle also eindringlich sich hier einmal genaue Gedanken zu machen. Ein Shop muss alle Kriterien erfüllen, erweiterbar sein und einfach zu bedienen. Eine Liste…
  • Ohne Moos nix los… Diesen Spruch sollte jeder kennen. Man kann zwar auch ohne Geld gründen, aber hat es deutlich schwerer als mit einem gewissen Budget. Ich hatte damals keine sonderlichen Ersparnisse und hatte somit auch kein Problem was auf dem Werbe-Banner kommt. Aus Kostengründen wurde der eingespart. Aus heutiger Sicht kein Hindernis sondern eher eine hohe Mauer! Man sollte nicht ohne Öffentlichkeitsarbeit starten. Das hat mich Jahre gekostet! Denn auch soziale Medien gab es so nicht. Hat man also keine Ersparnisse, sollte man schauen ob man aus der Familie Geld bekommen kann (wenn es der eigene Stolz zulässt) oder ob Kredite bzw. Darlehen in Fragen kommen.
  • Texten und Verkaufen. Ich sehe in sehr vielen Onlineshops was ich aus meinem eigenen Anfängen kannte. Artikel mit sparsamer Beschreibung. Ein Fehler der vermeidbar ist, aber auch Mühe macht. Es heißt, „Ohne Fleiß kein Preis“, und da ist schon was dran. Denn eine gute Artikelbeschreibung sowie Content für Informationen, Ratgeber oder ähnliche Info-Seiten machen schon Arbeit. Aber Google entnimmt aus den Texten alle relevanten Informationen für die Suchmaschine. Und ist der Besucher einmal im Shop, soll er durch besondere Texte zum Kauf animiert werden. Dies erreicht man nicht mit „o815-Texte“, am besten vom Lieferanten. Nein, hier sollte man sich eine Geschichte ausdenken, über die man das Produkt verkauft. Die Königsdisziplin liegt im Folgenden darin, aus dem Kunden dann Stammkunden zu machen.
  • Günstig eingekauft ist die halbe Miete. Mit der Idee zum eigenen Onlineshop, sollte man sich über die Bezugsquellen Gedanken machen. Wo kaufe ich ein und zu welchen Konditionen. Verkaufe ich selbst, oder im Dropshipping-Prinzip. Bei mir war es eine Mischung aus beiden, wobei ich 95% der PCs selbst zusammengestellt und nach Kundenwunsch konfiguriert habe. Direkt vom Lieferanten gingen also nur ganz wenige Päckchen direkt zum Kunden. An dieser Stelle kann man bereits nach kürzester Zeit scheitern, eine grundlegende Planung ist also nötig.
  • Kompetenz und Freundlichkeit. Kundenservice ist eines der größten Themen. Es hat sich bei mir niemals jemand darüber beschwert. Danke an dieser Stelle. Ein Punkt, den ich also von Beginn an beherzigt habe. Aber es gibt viele die das nicht so für wichtig erachten. Ich empfehle eine Kundenbewertung. Transparenz ist wichtig, ohne gehen viele Kunden aus den Shop heraus ohne etwas gekauft zu haben. Und sollte doch einmal etwas schief gehen, so sollte man gut mit der Situation umgehen können.

Fazit

Man kann viel dazu beitragen, dass der Wunsch in die eigene Selbständigkeit zum Erfolg wird. Mit der Finanzierung fängt es an, geht weiter zum Onlineshop-System und zum Inhalt. Kompetenz und ein gutes Kunden-Managment sind das A und O. Beherzigt man diese Punkte, hat man schon viel gewonnen.

Bilderquelle: I-vista  / pixelio.de


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