Verpackungsdesign – Kunst im Alltag

Aktualisiert am: 2. März 2020 * Lesezeit: ~ 3 Min.

Kunst begegnet uns im Alltag öfter als wir denken. Manchmal ist unser Auge einfach nicht darauf eingestellt, bewusst Kunst wahrzunehmen. Egal ob im öffentlichen Raum oder im Eigenheim – Kunst ist überall zu finden.


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Ein Beispiel für solche, alltägliche Kunst sind Verpackungen. Für manche wirken Verpackungen wie bloße Erfüller einer bestimmten Aufgabe. Doch in Realität verbirgt sich hinter mancher Verpackung ein wahres Kunstwerk. Für das Aussehen der Verpackungen gibt es bei jedem Unternehmen eine eigene Abteilung – das Verpackungsdesign.

Was muss eine Verpackung alles leisten?

Verpackungen müssen verschiedenste Zwecke erfüllen: Sie müssen einerseits so gebaut sein, dass sie den Inhalt gut und sicher transportieren können. Andererseits müssen sie auch aussagekräftig sein, da das Marketing ebenfalls eine sehr große Rolle spielt.

Am wichtigsten ist es, dass die potentiellen Käufer der Ware sofort in den ersten Sekunden positive Gefühle entwickeln. Denn wenn eine Ware – ausgelöst durch die Verpackung – mit einem guten Gefühl verbunden wird, ist es wahrscheinlicher, dass die Kunden es kaufen. Das erste Gefühl in den ersten paar Sekunden ist hier ausschlaggebend – der Hersteller muss sich sozusagen denken: „Wir entwerfen Verpackungsdesigns zum Anbeißen.“

Verpackungen müssen auch in Geschäften besonders gut konzipiert sein, da Interessenten ansonsten ins Internet gehen und dort durch das hohe Angebot ihr gefordertes Produkt erwerben.

Definition der Kunst bei Verpackungen

Die wirkliche Kunst an der Verpackung ist eigentlich das Aussehen. Denn die gegebenen physischen Beschaffenheiten, wie das Format oder die Haltbarkeit sollen, völlig unabhängig davon sein. Dass sich Kunden entscheiden, das Produkt zu kaufen ist jedoch Aufgabe der Kunst. Der Unterschied zwischen technischen Designs und der Kunst besteht darin, dass den Künstlern keine Einschränkungen gegeben sind und sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Beim technischen Design sind aber bestimmte Anhaltspunkte einzuhalten und die Entwerfer haben mit einigen Einschränkungen zu arbeiten.

Besonders wichtig ist es, Verpackungen so zu entwerfen, dass sie sich deutlich von denen der Konkurrenz abheben. Denn so kann man sich entscheidende Vorteile gegenüber den Wettbewerben sichern.

Bei Lebensmittelverpackungen müssen bestimmte Verordnungen eingehalten werden, da sonst die Haltbarkeit oder Reife der Lebensmittel eingeschränkt wird. So muss zu Beispiel immer genug Platz für bestimmte Siegel sein.

Natürlich kann eine Verpackung auch interaktiv gestaltet sein, damit sie zur genaueren Inspektion einlädt. So können zum Beispiel Klappen oder Fenster verbaut werden, damit der Interessent sich genauer mit der Ware auseinandersetzt. Im besten Falle kommt er dadurch auf den Geschmack, die Ware aufgrund der so ausgelegten Verpackung zu erwerben.

Natürlich sprechen verschiedene Designs auch verschiedene Zielgruppen an. Während eine klassische Verpackung ohne viel Ablenkung eher ein älteres Publikum hat, spricht eine Auffällige eher junge Leute, die etwas Neues, Innovatives, ausprobieren wollen, an.

Grundsätzlich gilt, dass eine Marke ihrem Verpackungsdesign treu zu bleiben, da es sonst zu Verwechslungen und Chaos kommen kann. Ein gutes Beispiel hier ist die Elektronikfirma Apple, die ihre Geräte in sehr simplen, dennoch sehr hochwertigen Verpackungen, ausliefert. Auch die Fastfoodkette McDonalds wählt die Verpackungen sehr weise. Jeder verbindet das goldene M, das auf Burger- oder Getränkeverpackungen abgebildet ist, sofort mit McDonalds.

Abschließend ist zu sagen, dass die Verpackung eigentlich die visuelle Identität einer Marke ist.


Torsten Seidel

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