Baustelle / Wartung - Hinweise richtig erstellen - VorlageImmer wieder trifft man Baustellen-Seiten an, die so schlecht sind, dass man nicht wieder kommt. Was die häufigsten Fehler sind und wie man diese vermeidet, will ich heute beschreiben.


Hier wird gebaut – Baustellenseite richtig erstellen

Heute Morgen habe ich eine Webseite besucht, von einen Geschäft, was vor einigen Tagen eröffnet hat. Mich hat eine Dame angesehen – mit Blonden Haaren und blauen Augen. Daneben „Herzlich willkommen auf alfa30xx! Ihr Account wurde freigeschaltet. Webspace und Webhosting by: alfahosting.de…..“ Mmm, nach erneuten Schauen, ob denn die Domain richtig ist, kam wieder die Blonde Dame.

Als ich für diesen Blog eine passende URL gesucht hatte, hatten mich keine Augen angesehen, aber Schilder 😉 . Die Baustellenzeichen stehen heute noch, oder man hat Sedo-Werbe-Seiten (Domain-Parkting) daraus gemacht.

So nicht! Kunden und Besuchen werden nicht wieder kommen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Im folgenden ein paar Tipps, die man vermeiden sollte – bzw. auf die man nicht verzichten darf.

  • Fast jeder Provider/ Webhoster hat als Standard-Bild eigene Werbung statt einer leeren Seite. Hat man ein neues Webhosting-Paket, sollte man zuerst die Daten auf den FTP-Server löschen (diese kann man ja auch Sichern, vor den Löschen).
  • Als nächstes wird die Shop- oder CMS- Software hochgeladen. Dort gibt es fast immer eine „Wartungsseite“, die man aktivieren kann.
  • Wenn du keine Software verwendest, erstelle eine index.html mit einen Text.
  • Bei Gambio / xt:Commerce gibt es „Shop online/ offline“ mit den vorgefertigten Hinweis: „Unser Shop ist aufgrund von Wartungsarbeiten im Moment nicht erreichbar. Bitte besuchen Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.“ Wann?
  • Bei Webhoster liest man oft „Baustelle“, „Hier entsteht eine neue Internetpräsenz“. Bei der Domainfactory wird sogar eine „Kurzgeschichte“ erzählt: „Diese Domain und ihre Subdomains sind Bestandteil eines Subdomaindienst für Kunden der domainfactory GmbH. Für die unter den Subdomains hinterlegten Inhalte sind ausschließlich die jeweiligen Kunden verantwortlich. Die domainfactory GmbH oder der Admin-C dieser Domain haben keine Kenntnis von den unter den einzelnen Subdomains hinterlegten Inhalten.“
  • Sucht man bei Google nach „Baustellen-Seiten„, findet man Hunderte…

Tipps für die bessere Baustellen-Seite

  • Wann sollen Kunden oder Besucher wieder kommen? „…ist bald erreichbar“ sagt nicht über ein Datum aus. Der Besucher wird nicht wieder kommen und deine Domain vielleicht sogar vergessen. „Unsere Webseite ist voraussichtlich am 15. September wieder erreichbar“ wirkt deutlich genauer.
  • Gib ein genaues, realistischen Datum an. Schaffst du die Fertigstellung nicht, kannst du ja ein berichtigtes Datum angeben. Das sollte dann aber auch eingehalten werden.
  • Verzichte auf ein Baustellen-Schild oder eine Grafik „under construction“, wenn diese nicht wirklich originell sind.
  • Wenn die Bauarbeiten länger dauern, gib doch einen Vorgeschmack auf das, was den Kunden erwartet.
  • Binde dein Logo mit ein.
  • Teile den Besucher mit, wer du bist und wo er dich erreichen kann (wenn du ein Ladengeschäft hast): „Herzlich willkommen! In Kürze finden Sie hier unseren Online-Shop. Besuchen Sie uns doch in unseren Ladengeschäft: …………….. / Telefon / eMail / Wer bist du (Firma). Du kannst auch deine Leistungen erwähnen/ vorstellen
  • Wenn möglich und vorhanden: Binde Facebook oder Twitter ein, um den Besucher über Neuigkeiten zu informieren.

Was tun, wenn es es eine Dauerbaustelle bleibt

Es gibt Webseiten, die werden nie fertig. Gründe gibt es viele: Fehlende Ideen nach den Start, Überschätzung der eigenen HTML-Kenntnisse, Finanzen, …. . In diesen Falle kann man eine Werbeseite daraus machen. Sedo bietet diesen Service an. Dort kann man Webseiten verkaufen, muss man aber nicht. Mit den Werbeeinnahmen kann man (einen Teil der) Hosting-Kosten wieder herein holen. Das ist aber nur als „Notlösung“ anzusehen und nicht als Geldquelle wären der Bauzeit.

Mein Fazit

Schlechte Wartungs-Seiten sind ein Besucher-Killer! Erstelle stattdessen eine persönliche Seite oder einen persönlichen Text mit möglichst genauen Datum. Animiere den Besucher, dass es auch wieder kommt. Verzichte aber auf jeden Fall darauf, den Standard „Hier entsteht…“ zu belassen, wer das liest, wird wohl nicht wieder kommen.

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