Internethandel - Geklonte GeschäftsideenExistenzgründer stehen oft vor der Frage, wie soll ich mich Selbständig machen. Dabei wird oft das Rad neu erfunden, damit man Die Geschäftsidee hat. Doch oft muss das Rad gar nicht neu erfunden werden – Bedienen wir uns einfach an bereits erfolgreich Konzepten! Warum das gar keine schlechte Idee ist und alles andere als verpönt, möchte ich im heutigen Beitrag beschreiben.




Konzepte und Ideen erfolgreicher Unternehmen kopieren

In unserer Gesellschaft scheint es bei den meisten nicht gut anzukommen, wenn man sich „mit fremden Federn schmückt“. Das macht den Eindruck, dass „Affen alles nach machen“. Bei Kinder fragen die Eltern dann genauer nach, „springst Du dann auch vom Hochhaus, wenn … springt?“.

So scheint es eher verpönt, wenn man sich an anderen Geschäftsideen bedient, wo andere lange geplant und viel Geld investiert haben. Doch das Gegenteil ist der Fall! Überall wird geklont und abgeguckt. Denken wir nur mal an MyVideo, eDarling, StudiVZ und viele große Online-Shops wie Zalando. Überall wird auf bestehenden Geschäftsideen „neu“ aufgebaut. Ein Vorteil liegt dabei klar auf der Hand: Man kann in Ruhe das Potential testen, analysieren und ggf. verbessern. Weitere Vorteile:

  1. Man muss sich keine neue Idee ausdenken, die es noch nicht gibt
  2. Die Idee hat sich schon am Markt bewährt
  3. Die Einführung/ Umsetzung ist schon erfolgt, haben schon andere übernommen.
  4. Die Entwicklungsschritte sind vorhersehbar
  5. Vergleichszahlen und Strategien stehen zur Verfügung

Sind Kopien moralisch bedenklich?

Nun wird es einige geben, die diese Art der Gründung als unmoralisch und verwerflich ansehen. Allerdings kopiert man nicht 1:1 und will auch nicht wie das Original sein, oder gar mit dem original verwechselt werden. Copycat bezeichnet das abgucken, aber nicht 1:1 kopieren. Ein hervorragendes Beispiel ist Facebook. Zuvor gab es StudiVZ. Facebook hat sich also an StudiVZ „orientiert“, dabei einiges kopiert aber viel verbessert oder verändert. Jeder Nutzer sieht den Unterschied und keiner würde sich versehentlich im falschen Netzwerk anmelden.

Im Gegensatz gibt es auch ein überraschendes Beispiel, wie Copycat ganz bewusst genutzt wird. Jeder kennt Saturn und Media Markt. Saturn wurde 1972 gegründet, Media Markt 1979. Da jeder die Preiskämpfe der beiden Märkte kennt, und die zeitliche Gründung 7 Jahre auseinander liegt, würde man hier von einen typischen Copycat ausgehen. Dem ist aber nicht so. Beide Märkte gehören dem selben Unternehmen. Selbst die Werbefirmen gehören dazu. Das ist ein perfekt abgestimmtes Marketing-Instrument, dass nach außen hin die knallharte Konkurrenz zeigen will und um die Gunst der Käufer wirbt. In Wirklichkeit ist es egal wo man kauft, es fließt in die selbe Kasse. An diesen Beispiel sieht man, wie erfolgreich man als Copycat-Unternehmen sein kann.

In der aktuellen Ausgabe der Internethandel.de wird beeindruckend auf dieses Thema eingegangen. Auf über 26 Seiten wird in der Ausgabe 109 auf die Möglichkeiten eingegangen. Aber auch Tipps und Tricks, Abläufe und zahlreiche Beispiele werden hier vorgestellt.

Weitere Themen der aktuellen Ausgabe 109 (11/2012)

  • News für Online-Händler
  • Tipps für XING-Nutzer
  • Erfolgs-Storys
  • Online-Vielbesteller im Online-Handel
  • Hinter den Kulissen von Google
  • Rechtstipps
  • Ladezeiten-Optimierung für ein besseres Ranking

Mein Fazit

Oft macht man sich viel zu großen Gedanken, wenn es um die Gründung des eigenen Unternehmens geht. Doch das Gute liegt so nah. Neue Innovationen und Ideen kosten Zeit und Geld. Bedient man sich an erprobten Strategien, verbessert oder verändert einen Teilt davon, kann das Ziel schon um einiges näher liegen.

Passend dazu gibt es wieder eine Leseprobe der aktuellen Zeitschrift, die ich ebenfalls empfehle.