Digitalisierung – so schaffen Kaufhäuser den Sprung in den Online-HandelLesezeit ~ 3 Min.

Der Einzelhandel hat es zunehmend schwer, denn er ist von starken Umsatzeinbußen betroffen, die viele Betriebe bereits zur Aufgabe zwangen. Was Corona nicht geschafft hat, sorgt der Online-Sektor, denn viele Kunden kaufen längst verstärkt lieber digital ein und ersparen sich somit lange Wege in die Einkaufshäuser des Landes.

Ohne digitale Verkäufe kann kaum ein Unternehmen im Einzelhandel überleben

Vorteile liegen auf der Hand, denn wer zu Hause den Warenkorb am Rechner befüllt, kann hier unabhängig von Ladenöffnungszeiten wählen und muss nicht in der Schlange stehen. Der Vergleich von Produkten fällt zudem einfacher aus, denn das Netz bietet vergleichbare Artikel lediglich einen Klick entfernt, die Beratung von Verkäufern entfällt somit.


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Verloren geglaubte Käufer durch strategische Maßnahmen zurückholen

Bereits vor 20 Jahren hat der heutige Riese Amazon aufgezeigt, wohin der Weg führt. Wie so oft bestimmen diesen die Verbraucher, denn ihre Nachfrage richtet sich klar an das Angebot des Online-Dienstleisters. Einzelhändler, die schimpfend auf den Giganten herabschauen, rennen in die Falle eigene Fehler zu übersehen, denn am Ende zählt, wer am meisten Umsatz gemacht hat und sich am Markt behaupten kann. In der Service-Wüste Deutschlands fühlen sich Käufer längst nicht mehr als Könige unter den Kunden, sondern erkennen die Vorzüge in Online-Shops. Daher liegt es am Einzelhandel, die verlorenen Interessenten zurückzuholen und ihnen überzeugend darzulegen, weshalb ein Einkauf vor Ort zwar anders als im Netz stattfindet, jedoch klare Argumente für diese Entscheidung aufzeigt.

Mehr Service vor Ort und bessere Lösungen im Online-Handel

Der Sicherheitsdienst hat alle Hände voll zu tun, wenn er versuchen möchte zwischen Langfingern und herkömmlichen Kunden zu unterscheiden. Ist dieser deutlich präsent vor den Einkaufszentren präsent, kann er abschreckend wirken und Kunden dazu veranlassen, besser online einzukaufen.

Idealerweise hält sich ein Sicherheitsdienst daher bedeckt und schreitet nur dann ein, wenn er seine Aufgaben zum Schutz des Unternehmens wahren muss. Vielfach sollte dem Kunden als Einkäufer mehr Vertrauen entgegengebracht werden. Auch im Hinblick auf Information liegt der Einzelhandel weit geschlagen zurück und bietet im Vergleich zu Web-Shops kaum einen Mehrwert. Unqualifizierte, demotivierte Verkäufer sind aber nur die Spitze des Eisbergs.

Verkäufer sollten sich im Klaren darüber sein, dass jeder negativer Aspekt, der Kunden auffällt, sie sofort wieder veranlasst verstärkt online einzukaufen. Daher raten Experten schon lange dazu, das Einkaufsverhalten als solches zu verändern und in lokalen Märkten den Fokus auf Service und Erlebnis zu legen. Gastronomische Eigenschaften sowie solche, die aus der Unterhaltungsbranche stammen, müssen mit den Angeboten des Einzelhandels verschmelzen, um überzeugende Gründe zum Einkauf zu liefern.

Digitale Strukturen mit vorhandenen Ladenlokalen effizient verschmelzen

Längst hat der Einzelhandel die Zeichen der Zeit verkannt und viel zu spät digital umgerüstet. Dass es funktionieren kann, beweisen Supermärkte, wie Kaufland oder Rewe. Einkaufserlebnisse abseits von Lebensmitteln bieten Zalando oder AboutYou, die mit ihren Angeboten Amazon Konkurrenz machen.

Auch Händler, wie Zara oder H&M setzen auf eigene Online-Shops, können sich aber auch auf eine bekannte Marke berufen. Ihr Vorteil ist der bequeme Service, der den Einkauf im Netz gewährt, aber den Umtausch in der Filiale anbietet. Dadurch werden Servicepunkte verschmolzen. Andere Einzelhändler könnten diese Option nutzen, denn somit locken sie Kunden nicht nur wieder zurück in die Filiale, sondern bieten ihnen eine Alternative und mehr Service für ihren Einkauf. Immer mehr Menschen wünschen sich diese Lösung, um selbst wählen zu können, welchen Dienst sie am Ende verwenden.

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