Nur wer regelmäßig sein System sichert, hat einen zuverlässigen Schutz vor Datenverlust. Der Freewarebereich bietet auch hier für jede Anforderung passende Programme, die durch Zuverlässigkeit, einfache Bedienung und den Kosten (nämlich keine) überzeugen. In diesen Beitrag möchte ich mal die besten Freeware-Programme aus diesen Bereich vorstellen.




Das kostenlose Backup für MS Windows

So werden in Handumdrehen Systemabbilder erstellt, Laufwerke gesichert, Ordner und Dateien synchronisiert. Dabei leisten auch die Windows 7 / 8 / 10 -Systemprogramme gute Dienste.

Paragon Drive Backup: Komplettschutz durch ein Systemabbild

Diese Software ist nur für Privatanwender kostenlos und kann unter www.paragon-software.com/home/db-express/download.html heruntergeladen werden. Nachdem man sich die Software heruntergeladen hat, kann man mit der Installationsroutine beginnen. Während dessen erscheint die Meldung „Kostenlose Seriennummer anfordern“, mit Klick darauf wird man zur Hersteller-Webseite geleitet. Mach Eingabe der persönlichen Daten, sowie der eMail-Adresse, erhält man die Seriennummer.

Was soll gesichert werden?

Paragon Drive Backup kann die Image von der ganzen Festplatte, einen Laufwerk oder (und) dem MBR (Master-Boot-Sector) anlegen. Im neuen Fenster legt der Anwender den Speicherort und den Namen des Archivs fest, dabei stehen die lokale sowie eine externe Festplatte, das Netzwerk (LAN) oder ein Server zur Auswahl.

Die Sicherungen und Wiederherstellung

Je nach zu sichernder Datengröße nimmt das Backup mitunter mehrere Stunden in Anspruch. In meinen Test dauerte das Erstellen eines 16 Gigabyte großen Archivs rund 15 Minuten. Durch die integrierte „Hot Processing Technologie“ kann der Anwender auch während des Sicherungsvorgangs am Computer arbeiten. Wer nicht bis zu Ende warten kann, sollte die Einstellung „System nach Beendigung herunterfahren“ verwenden. Dadurch könnte man die Sicherung großer Festplatten auch in die Abend- oder Nachtstunden verlegen. Um die Sicherung die Zurück zu holen, wählt man im Hauptmenü „Partition oder Festplatte wiederherstellen“. Hinweis: Vor dem endgültigen Wiederherstellen bittet das Programm um eine Bestätigung zum Ausführen des Vorgangs – denn dabei löscht die Paragon Drive Backup auch alle seit dem Backup hinzugekommen Daten um Festplattenplatz freizugeben.

Passwortgeschütztes Backup mit Ocster Backup

Die Software „Ocster Backup“ ist ein komfortables Werkzug zur Datensicherung von archivierten Verzeichnissen. Die kostenlose Software legt per Mausklick Passwort geschützte Archive an und führt bei Bedarf auch regelmäßig geplante Backups durch. Das Programm steht für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 (32Bit 64Bit) zur Verfügung und ist in deutscher oder englischer Version downloadbar. Unter www.ocster.com/ocster-backup-freeware/de kann man sich die Freeware herunterladen.

Der erste Start

Nach dem Start der Software, erscheint gleich die aufgeräumte Oberfläche. So kann ein Backup erstellt werden, Wiederhergestellt werden oder Backup-Pläne erstellt werden. Auch eine Verschlüsselung (Passwortgeschützt) ist möglich.

Vom Bundesamtes für Sicherheit empfohlen: Traybackup

Schon seit einigen Jahren empfiehlt das Bundesamtes für Sicherheit in Deutschland die kostenlose Backup-Version von Traybackup. Die für den Privat-Gebrauch (und in öffentlichen Bildungseinrichtungen) kostenlose Version kann ohne Installation gestartet werden. Einfach die heruntergeladene Datei starten, fertig. So kann die Software auch auf einen anderen PC via USB-Stick gestartet werden. Die kommerzielle Version kostet 15,- Euro. Bei Traybackup können bestimmte Ordner und Dateien zum Backup hinzugefügt werden. So muss nicht zwangsläufig das ganze Verzeichnis gesichert werden. Als „besondere Funktion“ gibt es den Dateifilter, der es ermöglicht bestimmte Dateiendungen wie .doc oder .jpg zu suchen und zu sichern. Unter dem Reiter „Automatische Sicherungen“ besteht die Möglichkeit „TrayBackup bei jedem Windows-Start laden und folgende Projekte automatisch ausführen“. Dadurch wird das automatische Ausführen eines zuvor angelegten Backup-Projekts nach jeden Windows-Start ausgeführt. In einen „Backup-Projekt“ wird festgelegt, was gesichert werden soll, und wo es abgespeichert wird.

Windows 7 / 8 /10 -Systemprogramme – Was das aktuelle Windows schon dabei hat

Ein Absturz oder Systemprobleme sind der Albtraum eines jeden Computernutzers. Das regelmäßige Anlegen von Abbildern, Backups und Windows-Wiederherstellungspunkten schützt vor Datenverlust. Windows 7 bringt bereits wichtige Systemprogramme mit, die in vielen Fällen den Einsatz weiterer Software teilweise überflüssig machen.

Systemabbild erstellen

Unter Windows 7 können ganz einfach Systemabbild erstellt werden. Dabei „Spiegelt“ Windows die Festplatte und sichert so die Komplette Arbeitsumgebung mit allen Daten und Programmen. Der Nachteil ist, dass die letzten Änderungen natürlich nicht dabei sind. Aber einen großen Schutz bietet es auf jeden Fall. Die Funktion findet sich unter Systemsteuerung » System und Sicherheit » Sichern und Wiederherstellen. Alternativ zeigt die Taskleiste den Eintrag „Sichern und Wiederherstellen“ nach einem Klick auf den Start-Knopf und dem Eintippen des Wortes „Sichern“ an. Als Ziel sollte man aber auf jeden Fall eine DVD oder eine externe Festplatte verwenden, damit man in Notfall auch Zugriff auf das Image hat.

Sichern und Wiederherstellen

Wenn nach den Stichpunkt „sichern“ sucht, wird schnell fündig. Die Option „Sichern und Wiederherstellen“ wird angeboten. Diese Funktion sichert das komplette System mit allen Daten und stellt diese im Notfall wieder her. Seit Windows 7 sind so Backup-Programme von anderen Anbietern eigentlich überflüssig geworden. Auch die Windows-eigene Funktion bietet die Möglichkeit, verschiedene Ordner für das Backup auszuwählen. Als Ziel steht das lokale Laufwerk, das Netzwerk oder eine (Blu-ray-) DVD zur Verfügung. Über „Zeitplan ändern“ kann man außerdem ein automatisches Backup vornehmen, welches immer zu gleichen Zeit stattfindet.

Kurz und bündig

Die Windows-Registrierungsdatenbank sichern Die Windows-Registrierungsdatenbank (Registry) stellt den Kern des Betriebssystems dar und verwaltet alle auf dem Rechner installierten Programme und Einstellungen. Über der Eingabe „regedit“ unter Start » suchen, gelangt man zur Registrierungs-Editor. Mit Klick auf Datei » Exportieren kann die Datenbank gesichert werden. Über Datei » Import kann die Datenbank später im Fehlerfall wieder Importiert werden.

Wiederherstellungspunkte anlegen

Wiederherstellungspunkte gestatten Windows-Anwendern das Zurückdrehen der Uhr auf dem heimischen PC und ersparen so häufig die Neuinstallation des Betriebssystems. Windows legt zwar selbst Punkte an, aber diese können auch von jeden selbst angelegt werden. Zwar ist das kein Ersatz für ein Backup, stellt aber nach ein misslungenes Update einen guten Schutz dar. Den Wiederherstellungspunkt kann man unter Rechtsklick auf das Desktopsymbol Computer » Eigenschaften » Computerschutz. Zur Wiederherstellung kommt man auf die gleiche Weise. Sollte Windows nicht mehr starten, erreicht man den Wiederherstellungspunkt über die Systemreparatur der Windows-DVD.

Mein Fazit

Kostenlose Datensicherung (Backup) für WindowsDie Länge des Beitrags zeigt wie viele kostenlose als auch praktische Möglichkeiten es gibt. Unter Windows 7 / 8 / 10 würde ich die Bord-eigenen Mittel empfehlen. Für XP und Vista „Paragon Drive Backup“ oder „Traybackup“. Beide Programme sind einfach zu handhaben und bieten viele Funktionen an. Die kostenpflichtige Version von Paragon Drive Backup ist derzeit ab 29,- EUR erhältlich. Nicht erwähnt in dem Artikel habe ich die Möglichkeit per Cloud zu sichern. Viele Webhoster und DSL-Provider oder auch Google und Dropbox bieten diese Möglichkeit an. Hier ist jedoch der Datenschutz ein wichtiger Aspekt, warum ich dies auch nicht in dem Beitrag erwähnt habe. Ich kann hier nur eine Möglichkeit empfehlen, die eigene Wolke OwnCloud. Darüber werden ich jedoch in einem späteren Beitrag einmal ausführlich berichten.

 

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