In unsicheren Zeiten von Windows 8.1 und Windows 10, stellen sich viele die Frage, gibt es eine sichere Alternative? Ich möchte im heutigen Beitrag einmal Linux kurz vorstellen, da ich es seit mehr als 10 Jahren selbst erfolgreich nutze.




Was ist Linux, GNU und der Kernel – Die Windows Alternative

Im Jahre 2003 bin ich durch einem Bekannten in die Linux-Welt gerutscht. Damals hatte ich Windows XP und war auf der Suche nach einem anderen Betriebssystem. Aber das entstand einfach aus der Neugier, was es noch so gibt. Das erste Linux war IceLinux, was es schon viele Jahre nicht mehr gibt. Tolle Grafiken und eine andere, aber doch interessante Bedienung machten mich noch neugieriger. Ich habe dann Windows und Linux parallel betrieben. Später wechselte ich zu openSUSE Linux und dann seit jetzt gut 10 Jahren zu Ubuntu Linux. Seit ein paar Monaten nutze ich Windows auch nur noch virtuell.

Ich verwende überwiegend freie Programme. Nicht jeder hat diese Möglichkeit oder will und kann auf bestimmte Programme nicht verzichten. In diesem Fall bietet es sich an, Windows virtuell unter Linux zu installieren, oder – wenn der Arbeitsspeicher nicht mitmacht, als zweiten Betriebssystem. Dann muss man eben beim Start wählen, welches Betriebssystem mach gerade benötigt.

Wo Linux her?

In diesen Beitrag folgen ein paar Information über die Herkunft von Linux. Einen Beitrag über Ubuntu wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben.

Der Linuxkernel

…ist das Herz des Betriebssystems Ubuntu. Ein Kernel ist ein wichtiger Teil eines jeden Betriebssystems, welcher die Kommunikationsbrücke zwischen Hardware und Software bereitstellt.

Linux wurde 1991 von einem finnischen Studenten namens Linus Torvalds ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit lief es nur auf i386 Systemen und war im Grunde ein unabhängig geschaffener Klon des UNIX-Kernels mit dem Ziel, die Vorteile der damals neuen i386 Architektur auszunutzen.

Über die Entstehung und der Herkunft von Linux und wer Linus Torvalds ist? Wie entstand das Betriebssystem Linux?

Hintergrundwissen zum Unix- basierenden Betriebssystem.

Linus Torvalds begann 1991 in Helsinki/ Finnland mit der Entwicklung von Linux. Er besuchte ab 1988 die Universität Helsinki. Als er mit der Entwicklung begann war er 21 Jahre alt (28.12.1969 geboren). Anfänglich war es eine Terminal-Emulation, die Torvalds zum Zugriff/ Einwählen auf die großen UNIX-Server der Universität benutzte. Als er in den Terminalemulator noch den Zugriff auf das Dateisystem von Minix implementierte und auf sein Diskettenlaufwerk zugreifen wollte, entstand der Plan ein richtiges Betriebssystem zu entwickeln. Er schrieb das Programm hardwarenah und unabhängig von einem Betriebssystem, weil er die Funktionen seines neuen PCs mit einem Prozessor des Typs 80386 optimal nutzen wollte. Am 17. September 1991 stellte er dann Linux 0.01 auf einem öffentlichen FTP-Server zum Download zur Verfügung. Der Begriff Linux bezeichnet eigentlich nur den Kernel, den Betriebssystemkern des Systems. Seit der Version 0.12 steht der Linux-Kernel unter der GNU General Public License. Der ersten fehlerfrei lauffähigen Version wurde die Versionsnummer 1.0 zugewiesen. Sie wurde im März 1994 an der Universität Helsinki vorgestellt. Es war mit die erste Version, auf der das X-Window-System lief und internettauglich war. Am 9. Juli 1996 veröffentlichte Linus Torvalds den Linux-Kernel 2.0. Am selben Tag wurde Tux, der Pinguin, zum offiziellen Logo für Linux. Seit 1998 programmieren eine Reihe von Programmierern an der Benutzeroberfläche KDE, womit erstmals eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche für Linux existiert. Ein Jahr später, 1999, beginnt eine Gruppe von Entwicklern mit der grafischen Umgebung Gnome, die ab dem Zeitpunkt mit KDE um Benutzerfreundlichkeit und Effizienz wetteifern wird.

Wie kam Linus Torvalds auf den Namen LINUX?

Weit verbreitet ist die Meinung der Name Linux entstand aus seinen Vornamen „Linu-s“ und dem basierenden Uni-x, das ist nicht ganz richtig:

Ursprünglich sollte das Betriebssystem nämlich „Freax“ heißen. Die ersten Datein speicherte Torvalds auch so auf seinen Computer ab. Auch den Namen Linux hatte sich Torvalds bereits überlegt, er erschien ihm dann aber zu egoistisch. Um anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, am System mitzuarbeiten sollten die Dateien auf dem FTP-Server der Helsinki University of Technology abgelegt werden (etwa September 1991). Der damalige Verantwortliche für den Server war mit dem Namen Freax nicht einverstanden, er bevorzugte den Arbeitsnamen Linux. Ohne mit Torvalds darüber zu diskutieren, nannte er den Bereich am Server einfach Linux, was Torvalds schließlich akzeptierte. So setzte sich der eigentlich gar nicht geplante Name Linux weltweit durch.

Linus Torvalds, 2014

Linus Torvalds, 2014

Warum Linux, warum nicht Windows?

Für Linux spricht seine Vielfalt. Kein Linussystem gleicht dem anderen. Windows ist ein Monotones System, Win 95; 98; ME gleichen sich fast so wie Win2000 und XP. Deshalb ist es auch tausenden Angreifern möglich Microsoft anzugreifen. Viren, Trojaner und Co haben unter Linux kaum eine Chance ihr Ziel zu erreichen. Ein Vergleich zeigt das es 2003 rund 60000 Viren für Win gabt, aber nur 60 für Linux. Und diese Zahle (für Windows) dürfte sich in den letzten Jahre verdreifacht haben. Gerade im Server-Bereich kommt meist Unix/ Linux zum Einsatz. Ein weiterer Grund ist das Linux im Grunde kostenlos ist. Zusammenstellungen bzw. Distributionen wie SuSE Linux, RedHut, Fedora Core, usw. bieten fertige Versionen zum Downloads an. Kostenpflichtig sind meist nur die aktuellen bzw. Prof. Versionen. Bezahlen tut man da aber nicht Linux, sondern die Zusammenstellung und den Aufbau der Distributionen. Man kann fast jedes unter Win benutzende Programm gegen ein OpenSource, kostenlosen Programm (wo der Quellcode offen ist), austauschen. Eine Liste von Vergleichssoftware ist hier auf diesem Portal zu finden! Ein Umstieg lohnt immer. Man kann ja auch Win und Linux auf einen Computer installieren und über einen Bootmanager starten. In der Regel bietet jede Distributionen so eine Möglichkeit an. Mein Tipp: Ubuntu Linux oder SuSE Linux (openSUSE, Suse heißt übrigens: Software und Softwareentwicklung und hat ihren Sitz in Nürnberg).

Wieviel sicherer ist Linux gegenüber Windows?

Linux ist sicherer! Windows ist ein Monotones System, Win 95; 98; ME gleichen sich fast so wie Win2000 mit XP, Vista und Windows 7. Und Windows 8(.1) und Windows 10 ebenfalls, wobei die Hintertür nur noch ein Vorhang ist. Deshalb ist es auch tausenden Angreifern möglich Microsoft Windows anzugreifen. Viren, Trojaner und Co haben unter Linux kaum eine Chance ihr Ziel zu erreichen. Unter Linux (wie auch unter Android) müsste man eine Software installieren – mit OK bestätigen – damit ein Schädlich auf das System kommt. Ein Vergleich zeigt das derzeit 80% aller Schädlinge auf Windows, 10% auf MacOS und weitere 10% auf Linux programmiert sind. Wie gesagt, diese 10% müsste man freiwillig über getarnte Software selbst installieren.

Ist das Linux-System viel komplizierter als Windows?

Linux gibt es mit mehreren verschiedenen Oberflächen. Zum Beispiel „Grome“ und „KDE“. KDE ist in der Optik und Handhabung sehr an Windows orientiert und „will ständig besser werden“. Ubuntu hingegen arbeitet mit „Unity“ und ist teilweise an Mac OS angelehnt.

Die größten Unterschiede liegen eigentlich nur in der Optik und Handhabung. Fast alle Programme lassen sich durch ähnliche Programme unter Linux nutzen.

Muss man ein „Computer-Freak“ oder Programmierer sein, um mit den System klar zu kommen?

Nein, diese Zeiten sind vorbei! Linux ist heutzutage genau so einfach zu bedienen wie Windows. Heutzutage läuft Linux dank eines beachtlichen Entwicklungsaufwandes von Leuten aus aller Welt nahezu auf jeder modernen Computerarchitektur.

Der Linux-Kernel hat sowohl ideengeschichtlich als auch in technischer Hinsicht an Bedeutung gewonnen. Es hat sich eine eigene Gemeinde gebildet, deren Mitglieder an den Idealen der freien Software festhalten und sich der Weiterentwicklung von Open-Source-Technologien verschrieben haben.

Die Leute in der Gemeinschaft haben Initiativen wie Ubuntu, Standardisierungsgremien, die die Entwicklung des Internet formen, Organisationen wie die Mozilla Foundation, die für die Entwicklung des Firefox-Browsers verantwortlich ist und zahllose andere Software-Projekte, von denen Sie sicherlich in der Vergangenheit schon profitiert haben, groß gemacht.

Die allgemein mit Linux in Verbindung gebrachte Idee der Freien Software veranlasste Entwickler und Benutzer auf der ganzen Erde sich zusammen zu schließen und gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Was ist GNU?

Das GNU-Projekt wurde im Januar 1984 von Richard Stallman gestartet, um ein komplettes, UNIX-artiges Betriebssystem zu entwickeln, das sich nur aus Freier Software zusammensetzt: das GNU-System. Varianten des GNU-Betriebssystems, die den Linux-Kernel nutzen, sind nun weit verbreitet. Das GNU-Projekt und seine Ableger, wie Ubuntu, sind eng mit dem Gedanken der Freien Software verbunden.

Bild: Wikipedia.org, Linus Torvalds

Eingangsbild: Wikimedia, Pinguin Tux, das Linux-Maskottchen