Onlineshop in mehreren Sprachen: Diese 5 Punkte gilt es zu beachten

Aktualisiert am: 24. Oktober 2019 * Lesezeit: ~ 3 Min.

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Ein Shop in der jeweiligen Sprache der Kunden schafft Vertrauen, punktet in Sachen Benutzerfreundlichkeit und kann so helfen, langfristig den Umsatz zu steigern.

Mit dem eigenen Onlineshop international durchzustarten ist der nächste große Schritt, nachdem man sich im eigenen Land erfolgreich auf dem Markt behaupten konnte. Um einen Onlineshop jedoch in mehreren Sprachen aufbauen, führen und langfristig pflegen zu können, gilt es einige Aspekte zu beachten.

1. Wahl der Sprache(n)

Zunächst sollte man auf Grundlage der aktuellsten Website-Daten herausfinden, aus welchen Ländern die Nutzer den Onlineshop besuchen und auch tatsächlich Käufe tätigen. Und schon hat man seine neue(n) Zielgruppe(n). Auch wenn eine erste Übertragung des Shops ins Englische immer sinnvoll ist, sollte man anhand der Website-Daten und Conversions in Erwägung ziehen, den Shop auch in Spanisch, Französisch etc. zu führen. Gerade in Grenzregionen sollte man auf die Sprache des Nachbarlandes setzen. Denn auf einer Website in der eigenen Muttersprache fühlen sich die meisten Nutzer am aller wohlsten.

2. Welche Domain?

Bei der Wahl der Domains für den Onlineshop in anderen Sprachen gibt es verschiedene Optionen:

  • Subdomain: de.beispiel.com
  • Länderspezifische Domain: beispiel.de
  • Unterverzeichnis: beispiel.com/de

Für alle Varianten gibt es verschiedene Vor- und Nachteile, die je nach individuellem Bedarf gewählt werden müssen. Die einfachste Option mit dem wenigsten Pflege- und Wartungsaufwand ist jedoch das Anlegen von Unterverzeichnissen. Bei den anderen beiden Varianten wird jede Subdomain bzw. länderspezifische Domain als eigene Website betrachtet, was zum Beispiel einen größeren Verwaltungsaufwand in bzgl. der Suchmaschinenoptimierung für jede dieser Seiten bedeutet.

3. Übersetzen oder Lokalisieren?

Eine Übersetzung ist eine Übertragung der Websitetexte in eine andere Sprache. Doch durch das reine Übersetzen können sich viele Fehler einschleichen

Aus diesem Grund ist eine Lokalisierung des Shops unerlässlich, da es viel mehr zu beachten gibt als einfach die Website-Texte zu übersetzen.

Damit Kunden nämlich im besten Fall erst bei der Auftragsbestätigung erfahren, dass sie bei einem Händler aus dem Ausland einkaufen, ist beispielsweise eine Lokalisierung des Check-out Prozesses von großer Bedeutung. Man sollte verschiedene Währungen einbinden, um dem Kunden eine böse Überraschung durch einen nachteiligen Wechselkurs zu ersparen und so ggf. entstehende aufwendige Rückbuchungen zu vermeiden. Zudem gilt es zu beachten, dass es in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Zahlungssysteme, Produktbeschreibungen, Maßeinheiten usw. geben muss. Dies bringt uns auch schon zum 4. Aspekt.

4. Anpassungen an die jeweilige Kultur

Das tolle an unseren unterschiedlichen Kulturen ist, dass jede ein bisschen anders tickt. Doch das sollte keine Auswirkungen auf das Online-Business haben. Denn um nicht unwissentlich beleidigend oder unhöflich aufzutreten, ist es von ganz besonderer Bedeutung bei der Lokalisierung eines Online-Shops auf länderspezifische Nuancen zu achten.

Also: Funktionieren bestimmte Redewendungen oder Wortwitze auch in anderen Sprachen? Sollen die Nutzer formell oder informell angesprochen werden (insbesondere in Sprachen wie Deutsch und Französisch von Bedeutung)?

Daher sollte man keinesfalls die Website-Texte selbst übersetzen, sondern auf eine professionelle Übersetzungsagentur setzen, die nach dem Muttersprachenprinzip arbeitet.

5. Konstante Pflege

Mit der einmaligen Lokalisierung aller Website-Inhalte ist es leider nicht getan. Denn sobald inhaltliche Anpassungen, Updates, Produktergänzungen usw. durchgeführt werden, müssen auch die Inhalte der Domains in allen anderen Sprachen bearbeitet und aktualisiert werden.

Um Produkte oder Dienstleistungen auch offline bei internationalen Kunden bewerben zu können, ist es neben einem mehrsprachigen Onlineshop auch sinnvoll, Marketingmaterial wie Broschüren, Kataloge oder Visitenkarten von Fachübersetzern übersetzen zu lassen – natürlich ebenfalls unter Beachtung aller kulturellen und sprachlichen Besonderheiten der jeweiligen Zielsprache und Zielgruppe.

Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte steht einer internationalen Expansion des Onlineshops nichts mehr im Wege!


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