Website-Ladezeit: Mehr Boost für Ihre Seite

Aktualisiert am: 20. November 2020 * Lesezeit: ~ 4 Min.

Längst ist bekannt, dass die Ladezeit einer Website ein wichtiges und durchaus entscheidendes Ranking-Kriterium für Google ist. Das ist auch logisch, denn langsame Websites mag niemand. Weder ich, noch Sie. Und viele Besucher klicken sehr schnell auf den Zurück-Button, wenn die Seite langsam ist.


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Das ist schlecht für den Website-Besucher und Google möchte entsprechend auch die besten und schnellsten Websites in den TOP-Positionen bei Google haben.

Aus diesen Gründen ist es für uns sehr wichtig, eine schnelle Website und kurze Ladezeiten zu haben. In diesem Artikel werde ich Ihnen mehrere Möglichkeiten zeigen, wie Sie Ihre Website schneller machen können.

Diese Optimierungen funktionieren für jedes Programm. Es ist also ganz egal, ob Sie WordPress, Joomla oder eine andere Webdesign-Software verwenden.

Ladezeit testen

Ich empfehle Ihnen, vor der Optimierung den Ist-Zustand der Website zu testenDadurch können Sie sehr schnell einschätzen, wo es noch Nachholbedarf gibt. Dafür gibt es verschiedene Tools. 3 sehr beliebte möchte ich Ihnen kurz auflisten:

  • Google Page Speed Tool
  • GTmetrix
  • Pingdom (kostenpflichtig)

Mit diesen Tools können Sie innerhalb weniger Minuten die Ladezeit testen. Ich empfehle Ihnen, jeden Test mehrmals mit der Startseite und ein paar Unterseiten zu machen, damit Sie ein repräsentatives Ergebnis haben.

Hostinganbieter – ein wichtiger Faktor

Der erste Schritt für eine Ladezeitoptimierung ist Ihr Hostinganbieter. Wenn Sie hier ein zu langsames Paket haben, hilft jede andere Optimierung nur bedingt. Das ist etwa so, wie wenn Sie in einem Porsche einen 50 PS Motor eingebaut haben. Da kann die Aerodynamik, das Fahrwerk und die Reifen noch so gut sein. Dieses Auto wird niemals ein Rennen gewinnen.

Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, mit dem Support Ihres Hostinganbieters zu sprechen, ob Sie denn ein aktuelles und passendes Paket haben. Oft gibt es neuere und sogar günstigere Pakete. Daher empfiehlt es sich, so ca. 1x pro Jahr mit dem Hostinganbieter zu sprechen und sich das ganze anzusehen.

Ganz wichtig sind folgende 2 Merkmale:

  • OPCache
  • HTTP/2

Diese 2 Optionen machen Ihre Website schneller und Ihr Hostingpaket sollte diese 2 Dinge unbedingt beinhalten.

Bilder – der größte Hebel

Das Handling von Bildern ist der wohl größte Hebel, den Sie in Verbindung mit einer Ladezeitoptimierung machen können. Zumindest dann, wenn Sie bisher folgenden Fehler gemacht haben:

Sehr oft werden Bilder 1:1 in der Größe auf die Website hochgeladen, in der sie erstellt wurden. Anschließend werden Sie zwar meist kleiner eingebunden, im Hintergrund wird allerdings die große Datei geladen. Oftmals sind diese Dateien mehrere Megabyte groß, was die Ladezeit unnötig in die Höhe treibt.

Daher sollten Sie jedes Bild vor dem Upload auf die gewünschte Größe verkleinern. Das reduziert die Dateigröße und entsprechend auch die Ladezeit.

Caching

Caching bedeutet, dass jede Unterseite auf Ihrer Website als Datei gespeichert wird. Und das macht die Website natürlich deutlich schneller. Grundsätzlich wird beim Aufruf einer Seite in der Regel eine Verbindung zur Datenbank aufgebaut. Dann werden die entsprechenden Daten abgefragt und die Website wird geladen.

Das dauert natürlich deutlich länger, als wenn vorab eine Kopie der Seite auf dem Server gespeichert wird. Mit Caching ist die Seite also sofort abrufbar und es werden deutlich weniger (im besten Fall keine) Datenbankabfragen durchgeführt.

Sprechen Sie hier am besten mit Ihrem Hostinganbieter, ob dieser ein serverseitiges Caching aktivieren kann. Falls nicht können Sie im Internet nach einem Tool für Ihr Programm suchen.

Wenn Sie beispielsweise WordPress oder Joomla verwenden, gibt es dafür Zusatzfunktionen und Sie können direkt im Programm diese Funktion aktivieren.

GZIP-Komprimierung

Eine weitere Empfehlung ist es, die GZIP-Komprimierung zu aktivieren. Viele Hostinganbieter bieten dieses Einstellung direkt im Admin-Bereich an. Bei Joomla beispielsweise können Sie die GZIP-Einstellung direkt im Backend durchführen. Das ist nur ein Klick.

Fragen Sie hier gegebenenfalls beim Support Ihres Anbieters einmal nach. Wahrscheinlich haben Sie auf Ihrem Computer schon einmal eine Datei gepackt oder entpakt (ZIP). Die GZIP-Komprimierung ist etwas vergleichbares.

Hier wird jede Datei/Seite bevor sie von einem Besucher aufgerufen wird entsprechend gezippt, damit sie kleiner wird. Das passiert im Hintergrund und weder Sie, noch Ihr Besucher bekommt davon etwas mit.

Und Ihr Besucher profitiert von schnelleren Ladezeiten.

Fazit: Ladezeitoptimierung ist wichtig

Ladezeitoptimierung ist sehr wichtig. Zum einen für Google, denn das ist ein Rankingfaktor und kann Ihre Platzierungen in Google entsprechend positiv (bei guter Ladezeit) oder negativ (bei schlechter Ladezeit) beeinflussen.

Zudem werden Sie dank einer schnellen Website die Absprung-Rate Ihrer Besucher (die Zurück-Klicker) deutlich reduzieren. Das bedeutet, Sie haben dadurch mehr Besucher auf Ihrer Website, die länger bleiben.

Die gerade genannten Optimierungen können Sie durchführen und dabei ist es ganz egal, welche Software Sie verwenden. Das funktioniert mit WordPress, Joomla und auch mit jedem anderen Programm.


Torsten Seidel

Wer schreibt hier: Torsten Seidel
Onlineshop-Einrichtung und Pflege.
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