Für Onlineshops gilt das Gleiche wie für Blogs, Ratgeber oder Unternehmensseiten: Ohne anständige Suchmaschinenoptimierung und eine clevere Marketing-Strategie gerät die Internetpräsenz bei Google und Co. schnell ins Abseits. Um die Sichtbarkeit zu optimieren, sind gezielte Maßnahmen unverzichtbar. Im folgenden Beitrag werden drei Tipps erläutert, die sich Onlineshop-Betreiber zu Herzen nehmen sollten.


1. Mehr Bewertungen erzielen

Die Vorteile von Produktbewertungen durch Kunden wird von zahlreichen Shop-Inhabern massiv unterschätzt. Dabei können Rezensionen hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung und Conversion Rate (Eine Begriffsdefinition ist im Lexikon des Onlineportals Gründerszene verfügbar) sehr positive Auswirkungen haben. Besonders die Individualisierung der Inhalte eines Onlineshops durch Kundenbewertungen bei Produkten kann immense Effekte auf die Sichtbarkeit haben: Einzelne Produktseiten innerhalb Onlineshops ähneln nicht selten den Seiten von Mitbewerbern, weil den Betreibern einfach die Zeit fehlt, um individuelle Beschreibungen zu verfassen. Mit Hilfe von Rezensionen erhält eine Produktseite einzigartige Inhalte. Dies erkennen Suchmaschinen wie Google und stufen die entsprechende Seite als interessanter ein. Der Onlineshop rutscht im Ranking nach oben und verbessert somit seine Sichtbarkeit.
Hinzu kommt, dass durch viele positive Rezensionen Produkte eher gekauft werden. Die Kaufentscheidung wird von Bewertungen maßgeblich beeinflusst. Rund 70 Prozent der Konsumenten trifft die Entscheidung für den Kauf erst nachdem Bewertungen von anderen Käufern gelesen wurden. Das Ziel sollte also darin bestehen, möglichst viele Kunden zum Abgeben einer Rezension zu bewegen. Im Blog von Neil Patel, einem Unternehmensberater und Experte im Sektor Marketing, wurde in einem Ratgeber zu Online-Rezensionen erläutert, wie sich Kunden zum Bewerten animieren lassen. Mit einem Beispiel wird thematisiert, warum ein automatisierter Bewertungsprozess per E-Mail eine gute Lösung ist. Zum idealen Zeitpunkt der E-Mail-Aufforderung heißt es: „In den meisten Fällen ist es akzeptabel, 3-5 Tagen nach der Transaktion um eine Bewertung zu bitten.“ Darüber hinaus wird betont: „Je einfacher es ist eine Bewertung zu hinterlassen, desto wahrscheinlicher werden Deine Kunden es auch tun“. In der E-Mail sollte daher eindeutig erkennbar sein, wo Rezensionen zu hinterlassen sind und wie. Wer sich umständlich durch mehrere Links kämpfen muss, wird den Bewertungsprozess frühzeitig abbrechen. Die Nutzung eines möglichst effizienten Bewertungssystems ist elementar.

2. Produktbeschreibungen optimieren

Viele Onlineshops greifen aufgrund von Zeitmangel auf standardisierte Produktbeschreibungen der Hersteller zurück. Dies hat jedoch negative Auswirkungen auf das Ranking und mindert den Mehrwert für die potenzielle Kundschaft. Je detaillierter und einzigartiger die Informationen zu Produkten aber sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich Kunden davon überzeugen lassen und desto besser die Rankings. Da ein Großteil der Händler auf Standardbeschreibungen zurückgreift, ergibt sich ein wertvolles Potenzial für alle, die mehr aus ihrem Shop machen möchten. „Unique Content“ wird schließlich von Google und anderen Suchmaschinen belohnt. Höchste Zeit diesen zu gestalten!

Jedoch ist es bei der Optimierung von Produktbeschreibungen längst nicht nötig alle Waren zu bearbeiten. Bei Shops mit hunderttausenden Artikeln wäre das utopisch. Viel effektiver ist es die wichtigsten Produkte zu ermitteln und diese gezielt individuell zu beschreiben. Produkte mit den größten Margen sollten ganz oben auf der Agenda stehen. Zudem ist es empfehlenswert die Artikel zu recherchieren, die den meisten Umsatz erzielen. Die Sichtbarkeit des gesamten Shops wird profitieren.

Bei Onlineshops mit einer markanten Masse an Artikelseiten kann es ergänzend sinnvoll sein bei denjenigen Seiten, die nicht mit einzigartigem Content ausgestattet werden können, dafür zu sorgen, dass sie von Google nicht indexiert werden. Das lässt sich in den Meta-Tags über den „noindex“-Eintrag realisieren.

3. Mehr Verkaufen: Zubehör, Vorrat und Goodies

Mehr Verkaufen: Zubehör, Vorrat und Goodies

Um bessere Rezensionen zu erzielen und mehr zu verkaufen, müssen Onlineshop-Betreiber in erster Linie die Kundenbedürfnisse analysieren. Was will die Kundschaft? Wonach sucht sie und wie könnte sich der Service verbessern lassen? Diese Fragen gilt es möglichst konkret zu beantworten. Nachfolgend wurden einige Punkte aufgeführt, welche sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken:

  • Zubehör präsentieren: Verbraucher wollen Zeit sparen und suchen hochwertige Produkte für Ihren Bedarf. Zubehör spielt beim Artikelkauf eine nicht zu unterschätzende Rolle. Finden potenzielle Käufer bei einem gesuchten Produkt durch ergänzende Informationen auf der Verkaufsseite direkt das passende Zubehör, lässt sich die Kaufentscheidung vorteilhaft beeinflussen. Im Idealfall gelangen Kunden durch einen Klick zum Zubehör oder können die Zusatzprodukte direkt in den Warenkorb befördern. Das stärkt die interne Verlinkung und ist hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung anzustreben. Außerdem steigt die Kundenzufriedenheit.
  • Vorrat: Produkte, die regelmäßig benötigt werden, wie Lebensmittel oder Drogerieartikel, kaufen Menschen gerne auf Vorrat, um wertvolle Zeit zum Beschaffen zu sparen. Kann dabei gleichzeitig Geld gespart werden, freut sich der Kunde und die Wahrscheinlichkeit, dass erneut im gewählten Shop bestellt wird, nimmt zu.
  • Goodies: In der effizienzgesteuerten Konsumwelt gibt es scheinbar nichts mehr umsonst. Umso größer die Freude beim Kunden, wenn er beim Auspacken einer Bestellung eine kleine Aufmerksamkeit findet. Das Platzieren von Goodies kann einen deutlichen Anstieg der Kundenzufriedenheit mit sich bringen. Besonders clever werden Goodies eingesetzt, wenn das Kundenpräsent damit verbunden wird auf künftige Angebote aufmerksam zu machen.

Fazit

Neben den hier genannten Tipps zur Optimierung von Onlineshops gibt es eine Vielzahl an weiteren Ratschlägen für mehr Umsatz. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist, dass bei sämtlichen Maßnahmen stets der Kundennutzen im Fokus steht. Wer sich an den Ansprüchen seiner Kundschaft orientiert, handelt dauerhaft effizienter.

Weiterführende Tipps für mehr Käufer können in diesem Ratgeber nachvollzogen werden. 

 
Titelbildquelle: muneebfarman unter pixabay.com
Quelle Bild 2: image4you unter pixabay.com


Wer schreibt hier

 Wer schreibt hier? Mehr über den Autor...


Unterstützung

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen und weiter geholfen hat, würde ich mich über einen kleinen Beitrag für die redaktionelle Tätigkeit sehr freuen! Vielen Dank für Ihrer Unterstützung!


Anzeige