Eine Offshore-Firma gründen

Aktualisiert am: 12. Juni 2017 * Lesezeit: ~ 3 Min.

Wer ein größeres Unternehmen hat, wird auch entsprechend höhere steuerliche Belastungen haben. Es kann sich also der Blick ins Ausland lohnen. Genauer gesagt, ein Land mit steuerlichen Vorteilen. Wobei es natürlich auch andere Gründe geben kann, ein Unternehmen im Ausland zu gründen. In diesen Beitrag geht es um Offshore-Firmen und wie man das umsetzt.

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Steuerliche Vorteile durch Offshore-Firmen

Sie sind immer wieder in Verruf und sicher gibt es hier viele schwarze Schafe mit betrügerischen Absichten. Aber darum soll es hier nicht gehen. Ich möchte einmal verschiedene Länder vorstellen, die durchaus in Betracht kommen können.

Länder und Vorteile im Überblick

  • Liechtenstein – Das Fürstentum Liechtenstein ist dem Europäischen Wirtschaftsraum beigetreten und bietet ausländischen Investoren so alle Vorteile des Europäische Wirtschaftsraums (EWR). Die Steuer: Bei Gesellschaften eine pauschale Gewinnbesteuerung von 12.5% angewendet.
  • Seychellen – Die kleine Insel Seychellen befindet sich östlich von Afrika, nördlich Madagaskar im indischen Ozean. Die Steuer: es gibt absolute Steuerfreiheit, Verzicht auf die Rechenschaftspflicht und auf Buchhaltungs- und Bilanzierungspflichten. Kaum zu glauben, es kann nahezu jede Tätigkeit ohne Befähigungsnachweis ausgeführt werden!
  • Panama – Panama befindet sich zwischen Nord- und Südamerkia in Mittelamerika. Nach dem schweizerischen Vorbild, kann dort eine Stiftung gegründet werden. Diese orientiert sich am Schweizerischen Stiftungsrecht. Weitere Vergünstigungen: Verzicht auf Buchhaltungs-, Bilanzierungs- und Rechenschaftspflicht.
  • Dubai – Dubai, ist die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, und bietet ebenfalls steuerliche Vorteile. Dubai bietet geringe Verwaltungskosten und man kann mit diversen Freihandelszonen profitieren.
  • Gran Canaria – Diese spanische Insel liegt westlich von Nord-Afrika und bietet eine günstige Firmen-Gründung. Gran Canaria liegt demnach in Mitten der EU, was ebenfalls Vorteile mit sich bringt.
  • USA – Die USA bietet in einige Bundesstaaten ebenfalls Vorteile, für einer Ausländischen Firmengründung. So zählen Delaware an der Ostküste, Nevada, nahe der Westküste und Wyoming im mittleren Westen als sehr steuerfreundlich.
  • Marshall Islands – Die Marshallinseln sind so klein, dass man sie auf der Karte fast nicht sehen kann. Marshall Islands ist ein ozeanischer Inselstaat im westlichen Pazifischen Ozean. Firmengründungen sind dort innerhalb kürzester Zeit möglich. Die Steuer: Nur eine geringe Pauschalsteuer pro Jahr.
  • Antigua – Antigua ist eine kleine Insel der Kleinen Antillen in der Karibik. Es ist die Hauptinsel des Staates Antigua und Barbuda. Es ist ein unabhängiger Staat und unterliegt dem englischen Rechtssystem. Somit ist Rechtssicherheit und hohe Diskretion gegeben. Antigua ist Mitglied im Commonwealth of Nations, den souveränen Staaten, welche vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wurden.
  • HongKong – Hongkong ist eine Metropole an der Südküste der Volksrepublik China und gilt als Drehscheibe zum asiatischen Markt. Die Steuer: Geschäftstätigkeiten innerhalb HongKongs werden mit 16,5% besteuert. Ins Ausland: Unter bestimmten Voraussetzungen gilt vollkommene Steuerfreiheit.
  • Zypern – Zypern befindet sich im östlichen Mittelmeer und gehört zur EU. Es gilt der niedrigste Umsatzsteuersatz der EU: 10%
  • Belize – Belize, auch bekannt als Britisch-Honduras, ist ein Staat in Zentralamerika. Es werden keine Offshore-Firmen besteuert, die nur außerhalb Belize Umsätze erwirtschaften.

Die Umsetzung

Nicht jeder wird in der Lage sein, selbst ein Offshore-Unternehmen zu gründen. Man sollte sich deshalb eine Unternehmensberatung mit Erfahrung auf diesem Gebiet zur Seite holen. Denn sonst geht diese Idee schnell den Bach herunter und viel Geld verloren. Eine fachkundige Unternehmensberatung wird sich um alle Formalitäten kümmern.


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4 Kommentare

  1. Aber warum gelten Offshore Firmen als schwarze Schafe? Die Medien sind doch daran schuld. Denn immer wird Offshore in Verbindung mit „Bösen Buben“ gebracht.Einfach nur weil die Medien immer was brauchen um es aufzupuschen bzw. weil diese einen Aufhänger brauchen, damit es noch mehr Dramatik bekommt.
    Dabei sind Offshore Firmen legal und von vielen bekannten Firmen genutzt. Beispielsweise dafür ist doch allein schon Coca Cola.
    Die Vorteile von Offshore liegen klar auf der Hand, immerhin lassen sich Gelder einsparen, durch steuerliche Vorteile usw. Jedoch jedes Offshore-Land bietet andere Vorteile. Eine Übersicht, welchen Vorteil welches Land für frische Unternehmensgründer bietet finden sich auf den Seiten der gruendungskanzlei.eu

    1. Ja, finde auch das es ja ganz legal ist und man diese Möglichkeit durchaus nutzen kann. Nicht jeder kann es, und nicht jeder macht es. Aber vom Recht her gesehen, sind „falsche“ Steuererklärungen schlimmer…

    1. Danke für den Hinweis. (Hinweis: auf Ihrer Webseite fehlen sämtliche Rechtsseiten. Das wirkt nicht vertraulich und kann teuer werden…)

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