Erklärvideos sind voll im Trend. Allein die Suche auf Google ergibt eine halbe Millionen gefundene Webseiten, die das Thema erklären oder ein solchen Video zeigen. Diese Medien bieten eine ganze Reihe von Vorteilen, auf denen ich einmal eingehen möchte.


Erklärvideos – Tipps und Tricks

Immer mehr Unternehmen setzen neben reinen Werbe-Videos auf sogenannte Erklärvideos. Das sind Videos, wo mit scheinbar einfachen Mitteln, Produkte oder dessen Funktion erklärt werden. Wer sich schon mal näher damit befasst hat, merkt schnell, dass es ganz und gar nicht so einfach ist ein solches Video zu erstellen. Aus diesem Grund haben sich einige Marketing- und Media-Unternehmen dieses Thema angenommen. Um ein Erklärvideo zu erstellen, bedarf es einer cleveren Idee, Grafiken und spezielle Software.

Am Anfang steht das Konzept. Dieser erste Punkt ist wohl der wichtigste. Man sollte sich zunächst den Sprachtext überlegen und welche Botschaft man darstellen will. Hier sollte der Zuschauer oder Kunde etwas Neues erfahren und lernen. Am besten kommt es beim Zuschauen an, wenn eine Geschichte erzählt wird. Auch komplexe Themen können so spannend rüber gebracht werden und schnell ergibt sich eine Brücke zum Produkt. In dem Video sollte es eine Hauptperson geben, in der sich der Zuschauer versetzen sollte. Alternativ kann man das Video auch komplett aus den Augen des Zuschauers erstellen mit Bildern und Ereignissen aus dessen Blickwinkel. Wichtig ist es auch, klare Aussagen ohne Umwege zu finden. So wie man es einen Kunden Auge in Auge erklären würde. In der Regel kennt man seine Kundengruppe und wie man diese ansprechen muss.

Im zweiten Schritt geht es dann an die Visualisierung. Im Storyboard wird das Konzept der zuvor erstellen Sprachtexte veranschaulicht. Bilder machen die Informationen noch verständlicher und verdeutlichen was genau gemeint ist. Es bildet die Brücke zwischen dem gehörten und der Realität. Es werden Zusammenhänge und Kern-Botschaften einprägsam auf dem Punkt gebracht. Psychologisch ist belegt, dass Informationen aus Bild und Texte die genau aufeinander abgestimmt sind, viel schneller und nachhaltiger dem Hilfesuchenden näher gebracht werden können. In diesem zweiten Schritt wird also geplant, was der Zuschauer zu sehen bekommt.

Im letzten, dritten Schritt kommt die eigentliche Produktion des Erklärvideos. Dieser Punkt ist aber auch der schwierigste, denn es erfordert schon eine gewisse Erfahrung. Außerdem wird eine spezielle Software voraus gesetzt. Im Netz findet man Dienste wie „Wideo“, „GoAnimate“ oder „PowToon“. Diese bieten auch kostenlose Versionen an, mit denen man aber nicht viel anfangen kann. Diese  sind mehr dazu gedacht, in die Software zu schnuppern. Die vollwertigen Versionen kosten dann zwischen 19,- USD und 197,- USD pro Monat. Auch die Funktionen und Möglichkeiten unterscheiden sich zwischen den Anbietern und den Verträgen. Wer keine Erfahrung hat, sollte sich eine Agentur suchen, die sich in dem Bereich bereits auskennt. Hier zahlt man eine einmalige Gebühr je nach Projekt. Dafür erhält man ein professionelles Video, dass das Thema auf dem Punkt bringt.

Tipps und Tricks

Erklärvideos werden auf Facebook von ca. 65% der Nutzer mit mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet angesehen. Sind die Videos direkt über Facebook hochgeladen, sehen es Nutzer – wenn nicht deaktiviert – über die Autoplay-Funktion zunächst ohne Ton. Auf „Play“ drücken die Nutzer erst, wenn sie es aktiv sehen möchten und auch können. Denn oft sind Leute um einen und dann schaut man natürlich ohne Ton. Für den Video-Ersteller heißt das, dass die Aussage auch ohne Ton verständlich sein muss. Texte und Bilder müssen im richtigen Größenverhältnis dargestellt werden, damit man auch auf kleinen Displays die Inhalte deutlich sehen kann.

Wie so oft im Leben entscheidet auch bei einem (Erklär-) Video der erste Eindruck. Schon die erste Szene muss einlandet und spannend sein, damit der Nutzer zunächst klickt. Für die eben beschriebene Autoplay-Funktion trifft das auf die ersten Sekunden zu, damit der Zuschauer auch den ganzen Clip sehen will. Der Zuschauer muss überrascht und zugleich unterhalten werden.

Weniger ist oft mehr. Auch Erklärvideos dürfen nicht in die Länge gezogen werden. So sollten sie nicht länger als 3 Minuten gehen, besser kürzer. Ich habe auch schon solche Videos mit 4-5 Minuten gesehen. Da schaut man schon öfter mal auf die Zeitleiste um zu sehen wie lange es noch geht. Nur aus reiner Interesse bleibt man dann noch.

Das beste Erklärvideo ist nur die Hälfte Wert, wenn zum Schluss eine Aufforderung fehlt. Auf Facebook kann man einen Button zur Webseite, dem Produkt einbauen. Auch YouTube bietet diese Möglichkeit. Zudem natürlich auch im Text.

Fazit

Erklärvideos ist eine tolle Möglichkeit um Produkte oder Dienstleistungen dem Zuschauer oder Kunden näher zu bringen. Diese Videos sind im Trend und eine Visuelle Vielfalt bringt Abwechselung in den oft tristen Alltag. Erklärvideos eignen sich für B2C wie auch B2B und sogar innerhalb eines Unternehmens. Komplexes und Neues kann einfach erklärt werden und stellt so ein ganz anderes Marketing-Instrument dar. Ein kleines Beispiel habe ich als Video eingebunden. Hier geht es um Obi und der Kreuterspirale als beworbenes Produkt und wie es im heimischen Garten umgesetzt werden kann.

 

 

Bild: Screen aus Video


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