Es liegt in der Verantwortung jedes Unternehmers, Risiken, denen das eigene Unternehmen ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu verstehen und mit den richtigen Maßnahmen zu reduzieren. Die Notwendigkeit einer Risikoverwaltung offenbart sich an keiner anderen Stelle so sehr wie bei Online-Transaktionen. Die notwendige Sicherheit vor der wachsenden Cyberkriminalität können sogenannte SSL-Zertifikate bieten.

Cyberkriminalität auf dem Vormarsch

Aufgrund der alarmierenden Komplexität sowie Zunahme von Cybercrime-Aktivitäten haben sich die Bedrohungen für die eigene Informationssicherheit innerhalb kürzester Zeit auf dramatische Art und Weise vervielfacht. Zahlreiche Sicherheitsmechanismen, die noch vor wenigen Monaten als unüberwindbar eingestuft wurden, mussten angesichts weiterentwickelter, krimineller Netzwerke und Geräte kapitulieren. Heute hat Cyberkriminalität zahlreiche Gesichter und kann praktisch überall und jederzeit vorkommen. Die Internet-Verbrechen reichen hierbei vom Datenmissbrauch, über Urheberrechtsverletzungen und Identitätsmissbrauch bis hin zu Betrug und Manipulation. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) ist Cyberkriminalität stark auf dem Vormarsch. Bereits im ersten Vierteljahr 2013 registrierte die Behörde 250.000 Identitätsdiebstähle, wobei insbesondere der E-Commerce stark betroffen war. Nicht selten vergehen Monate, bevor der Unternehmer merkt, dass er Opfer von Identitätsdieben wurde. Gerade auch wenn es um die Absicherung von Kundendaten, Online-Transaktionen und letztlich auch des eigenen Images geht, wird eine effektive Risikokontrolle immer wichtiger.

Gefahren lauern überall

Die Risiken im Netz sind heute unglaublich vielfältig. Eine Gefahr, die zuletzt immer wieder in Umlauf gebracht wurde, ist das sogenannte „Phishing“. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Unsitte, auf fingierten Webseiten sowie in E-Mails den ahnungslosen Nutzer dazu zu bringen, seine persönlichen Zugangsdaten preiszugeben. Auf diese Weise werden Online-Identitäten ausspioniert und die Daten des Nutzers missbraucht. Auch unliebsame Spyware kann bei mangelndem Schutz auf dem PC landen und hierbei die Surfgewohnheiten der Nutzer ausspionieren. Dabei können ungewollte Aktionen auf dem PC ausgeführt werden – etwa die Installation unerwünschter Programme – oder Benutzerdaten ausgelesen werden. Nicht minder gefährlich sind auch Schadprogramme, die umgangssprachlich als Malware bezeichnet werden. Diese wurden eigens dafür konzipiert, unerwünschte und gegebenenfalls gefährliche Funktionen auf dem PC auszuführen. Hierunter fällt etwa die technische Kompromittierung von Sicherheitssoftware oder das Löschen bzw. Manipulieren von Daten. Oft schlägt hierbei eine gewöhnliche Deinstallation des Schadprogrammes fehl. Nicht zuletzt wird das eigene Informationssystem von Viren und Trojanern bedroht. Trojaner können großen Schaden anrichten, indem sie ohne eine Autorisierung des Nutzers schädliche Aktionen ausführen. So können Daten etwa gelöscht, modifiziert oder kopiert und Nutzerbefehle blockiert werden.

SSL-Zertifikate bieten mehr Sicherheit für Kunden und Webseite

Um personen- und bankbezogene Daten wirkungsvoll gegen kriminellen Missbrauch zu schützen, wurden in den vergangenen Jahren neue Verschlüsselungstechniken sowie Sicherheitszertifikate ins Leben gerufen. Vor allem die Secure Sockets Layer (SSL) – Technologie wird den gestiegenen Erwartungshaltungen des Kunden in Sachen Internetsicherheit so gerecht wie sonst keine zweite Sicherheitstechnologie. Mit einem SSL-Zertifikat ist eine sichere sowie verschlüsselte Übertragung von Daten im Internet möglich. Wer SSL-Zertifikate nutzt, stellt einen optimalen Schutz seines Onlineshops sowie der Webseite sicher. Ein Zertifikat für die eigene Domain sorgt zudem für größeres Vertrauen bei der Nutzung des Online-Angebots, zumal Sicherheitsaspekte bei Internetnutzern eine immer größere Bedeutung einnehmen. Den Schutz gewährleisten SSL-Zertifikate in drei ganz entscheidenden Punkten:

  1. Ein SSL-Zertifikat vermag vertrauliche Daten bei Online-Transaktionen zu verschlüsseln
  2. Jedes SSL-Zertifikat beinhaltet authentifizierte sowie eindeutige Informationen über den Eigentümer des Zertifikats
  3. Bei der Ausstellung überprüft eine Zertifizierungsstelle die genaue Identität des Zertifikatsinhabers

Ein SSL-Zertifikat kann in unterschiedlichen Validierungsstufen aufgelegt werden. Bei sogenannten EV-SSL-Zertifikaten (Extended Validation) zeigen hochsichere Webbrowser (z.B. Firefox ab 3, Internet Explorer ab 7) eine grün hinterlegte Adressleiste mit der Zertifizierungsstelle und dem Namen des Unternehmens an. Dem Besucher wird durch die grüne Leiste signalisiert, dass Transaktionen verschlüsselt sind und das Unternehmen gemäß einheitlich hohem Standard authentifiziert ist. Nach außen getragen wird die Vertrauenswürdigkeit der Webseite abschließend durch ein Trustlogo, welches auf der Webseite sichtbar platziert wird. Zu beachten ist, dass ein SSL-Zertifikat hauptsächlich die Verbindung vor dem Abhören der gesendeten bzw. empfangenen Informationen schützt. Keinesfalls schützen SSL-Zertifikate jedoch vor Crackern, Hackern, Spam und DoS Gefahren. SSL-Zertifikate schützen demnach fast ausschließlich den Endnutzer, nicht den eigenen Server. Hierzu sorgt sogar die ständige Kommunikation die immer ver- und entschlüsselt werden muss für eine stärkere Beanspruchung der Serverleistung.

Fazit

Der Erwerb von SSL-Zertifikaten bietet dem Besucher eines Online-Shops einen umfangreichen Schutz vor Spy-, Malware, Trojanern, Phishing und vielen weiteren Bedrohungen aus dem Netz. Die grüne Leiste mit dem Hinweis auf diese Verschlüsselungstechnik schafft beim Kunden Vertrauen und letztlich die Grundlage für den Abschluss einer Geschäftsbeziehung. Unter den SSL-Zertifikaten gibt es allerdings Unterschiede, weshalb ein Vergleich der einzelnen Angebote ratsam ist. Ein SSL-Zertifikat hat nicht den Anspruch, den eigenen Server vor Hackerangriffen zu schützen.

Hinweis: dieser Beitrag wurde gesponsert. Der Inhalt beruht auf einer persönlichen Meinung.