Verpackungsverordnung und Duales System - Pflicht für Online-HändlerHeute geht es um einen Thema, über den man sich nicht so viele Gedanken macht. Die Rede ist von der Verpackungsordnung in Deutschland. Jeder Vertreiber ist bereits seit 1991 dazu verpflichtet, Verpackungen zurück zu nehmen, bzw. zu verwerten. Es gibt nun einige Dienstleister, die sich diesen „Problem“ angenommen haben. In diesen Artikel geht es nun um Pappe und Rücknahmesysteme.

Rücknahme der Verkaufsverpackung – Wer ist dazu verpflichtet

Hersteller und Versender wie Online-Händler sind seit einigen Jahren zur Rücknahme von Verpackungen verpflichtet. Das heißt, Verkaufsverpackungen, die in Deutschland an private Endkunden vertrieben werden, müssen zurück genommen werden. 2009 gab es zudem eine Änderung im Gesetz: Die Beteiligung an min. einen Rücknahmesystem ist zur Pflicht geworden. Darunter fallen Verkaufsverpackungen, die an private Haushalte gesendet werden. Andernfalls dürfen solche Verkaufsverpackungen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Verpflichtet dazu sind alle „Erstabfüller“ bzw. „Erstinverkehrbringer“, wie es im Gesätz heißt. Also Hersteller und Händler. Diese Rücknahmesysteme sind unter dem Namen „Duales System“ in Deutschland bekannt. Ein paar Duale Systeme werde ich im folgenden vorstellen.

100% Duales System – ein kleiner Vergleich der Rücknehmesysteme

Um seine Pflicht laut Verpackungsverordnung (VerpackV, Abs. 5) zu erfüllen, habe ich drei große Anbieter vergleichen.

Verpackungen sind: Papier, Pappe, Karton, Getränkekartons, Weißblech, Weißblech, Aluminium, Kunststoff, Glas, Naturmaterialie.

  • www.vfw-revlog.com – Registrierte Mitglieder erhalten drei Preismodelle: Frühmelderpreis und Spätmelderpreis. Die Bezeichnungen sind selbsterklärend. Bei Pappe (…) ergibt sich folgendes Angebot: 0,11 €/kg Frühmelder |  0,15 €/kg Spätmelder. Also bei 50 kg Jahresmenge sind das 5,50 EUR (7,50EUR Spätmelder). Mehr Angebote und Preise bitte beim Anbieter nachschlagen.
  • www.landbelleasy-shop.de – Es gibt eine Mindestvergütung für die ersten 24 Monate. Der Preis ist insgesamt 150,- EUR. Darin sind folgende Leistungenenthalten: pauschale Kosten wie beispielsweise für das Online-Portal, die Meldung, die Aufschaltung und die administrative Abwicklung einschließlich der Mengenbestätigung. Das Weiteren ist auch die Zahlung der Erfüllung der Beteiligungspflichten der Verpackungsverordnung zu einem Gegenwert von 25 € pro Jahr enthalten. Das entspricht ca. 150kg Pappe. Als Mittglied erhält man auch einen Nachweis zur korrekten Erfüllung der Pflichten.
  • www.baehr-verpackung.de – Bähr Verpackungen ist einer der bekanntesten Anbieter. Ab 20,- EUR Jahres-Gebühr kann man dort eine Lizenz erwerben. Man wird bei Bähr gesetzeskonfom in der zentralen Datenbank geführt. Auf Wunsch gibt es ein Logo mit Gültigkeitsprüfung, welches im Online-Shop eingebunden werden kann. Des Weiteren gibt es einen Zugang zum Entsorgungsportal, wo online die Mengen anpasst werden können. Natürlich kann man dort auch alle Arten von Verpackungen erwerben. Rechenbeispiel: bis 121kg Pappe fallen 20,- EUR Mengenentgelt + Grundgebühr 35,- EUR + UST 10,45 = 65,45 EUR Brutto an. Ab 122kg werden pro weiteres Kilo 13 bis 17 Cent berechnet.

Mein Fazit

Der Vergleich zeigt deutliche Unterschiede der Anbieter. Gewinner wäre in diesen Vergleich „Vfw-Revlog.com“ gefolgt von Bähr-Verpackungen. Um die gesetzlichen Richtlinien der Verpackungsverordnung zu erfüllen, sollte man sich auf jeden Fall einer dieser Anbietet anschließen. Kleiner Hinweis am Rande; als reiner Dropshipping-Händler kommt man mit der Verpackung nicht in Kontakt. Dann muss man sich natürlich auch nicht anmelden.

Weiterführende Information: www.internetrecht-rostock.de/neue-verpackungsverordnung-versandhandel.htm