Warum 32 % aller Gründungen in den ersten 3 Jahren scheiternLesezeit ~ 4 Min.

Beitrag aktualisiert am 25. Januar 2017

Warum 32 % aller Gründungen in den ersten 3 Jahren scheiternWarum scheitern so viele Selbständige, kleine Unternehmen und Existenzgründer? Im heutigen Beitrag wird es um die 50 größten Fehler im Online-Business gehen.


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50 grobe Fehler im Online-Business

Über 935.000 Menschen nahmen im Jahr 2010 in Deutschland eine selbständige Tätigkeit auf. 32 Prozent aller Gründungen erreichen nicht das 4. Geschäftsjahr. Das sind 299.200 gescheiterte Existenzen! Aber wo liegen die Gründe? Das Internet-Magazin „Internethandel“ hat nun eine aufwendige Analyse gestartet und stellt die 50 größten Fehler dar.

Laut KfW-Gründungsmonitor 2011 haben 8% mehr Menschen den Weg in die Selbständigkeit gebunden als 2010. Ca. 15% der Gründungen gehen in den Handel. Jedes 3. Unternehmen verschindet noch bevor es die Gewinnpfase erreicht in den ersten 3 Jahren. Die Ursachen sind oft gleich, so dass nun eine kleine Übersicht entstanden ist:

  1. Vernachlässigung und Entwicklung der eigenen Geschäftsidee.
  2. Falsche Beratung vor dem Start und der eigentlichen Gründung.
  3. Eine gute Idee die man schlecht umsetzen kann.
  4. Falsche oder mangelnde Markt-Analyse.
  5. Von den eigenen Idee nicht loslassen können, auch wenn man nicht voran kommt.
  6. Betriebsblindheit: Man lässt nicht Bekannt und Angehörige eigene Meinungen. über die Idee äußern oder (das Shop-System) Testen.
  7. Eigene Kompetenzen falsch einschätzen und alles alleine erledigen.
  8. Überschätzter Aufwand an Arbeitszeiten – Private Probleme drohen schon nach wenigen Wochen.
  9. Falsche Planung: Zu wenig geplant und Überblick verloren, zu viel geplant und Ziel nie erreicht…
  10. Nicht alle Aspekte der eigenen Planung berücksichtigt.
  11. Falsche Prioritäten gesetzt – unwichtige Dinge erscheinen ganz wichtig.
  12. Staatliche Förderungen nicht genutzt.
  13. Falsche oder unzureichende Finanzplanung.
  14. Zu wenig Gewinn durch Dumping-Preise der Konkurrenz.
  15. Falsche Umsetzung des Business-Plans und da heraus falsche Erwartungen im Geschäftsleben.
  16. Fehleinschätzung an Fremdkapital. Externe Unterstützung nicht nutzen, auch wenn man ohne (noch nicht) auskommt.
  17. Schlechtes Konzept – Banken müssen überzeugt werden. Ohne guter Vorbereitung wird die Bank ablehnen.
  18. Falsches Kostenkonzept. Wer zu geringe Kredite beantragt und dann nicht reicht, muss Nachfinanzieren, was deutlich schwerer ist.
  19. Eigene Lebenshaltungskosten wurden in der Start- und Gründungspfase falsch eingeschätzt.
  20. Rückzahlungen können oder werden nicht eingehalten.
  21. Keine Vergleiche über Konditionen der Banken. Das kann ein Finanzieller Nachteil sein.
  22. Falsche Domain für den Shop. Eine gute URL ist kurz und jeder sollte nich die URL merken können. Außerdem müssen/ sollten wichtige Schlüsselwörter enthalten sein.
  23. Schlechte Präsentation und Navigation im Online-Shop.
  24. Keine Vertrauenswürdige Seite? Viele verzichten auf Gütesiegel und Kundenmeinungen/ Bewertungen. Das ist ein Fehler.
  25. Artikel-Seiten werden nicht so gut wie eine Index-Seite optimiert.
  26. Überfüllte Startseite. In Index-Seite ist mit einen Schaufenster vergleichbar.
  27. Keine Informationen über den Verkäufer und keine Kunden-Hotline.
  28. Lange Bearbeitungszeiten auf Kundenanfragen.
  29. Langer Versand.
  30. Zu wenig Informationen über Produkte und den Online-Shop.
  31. Einkauf nicht als Gast möglich. Kunden scheuen eine Zwangsregistrierung!
  32. Zu wenig Zahlarten im Online-Shop verhindern erfolgreiche Bestellungen.
  33. Eine Fehlende „Danke für Ihrerer Bestellung“- Seite oder eine Seite mit zu wenig Inhalt.
  34. Checkout kann nicht unterbrochen werden. Ist ein Kunde im Warenkorb fällt ihn vielleicht noch ein Produkt ein. Wenn er jatzt nicht unterbrechen kann, wird er den Kauf abbrechen.
  35. Cross-Selling übertrieben und Kunden verärgert.
  36. Falsche Marketing-Maßnahmen. Wenn die Konkurrenz besser ist, dann liegt es am besseren Marketing. Sinnvolles Marketing muss nicht teuere sein.
  37. Uninteressante Pressemeldungen bringen nicht das gewünschte Resultat.
  38. Falsches Marketing-Konzept. Der Marketing-Mix muss zusammen passen, war bei viele nicht ersichtlich ist.
  39. Keine wirkungsvollen Facebook-Aktivitäten nutzen. Bei Twitter und Facebook registriert zu sein genügt nicht aus.
  40. Kostenlose Werbe-Maßnahmen werden nicht genutzt, stattdessen teure Kampagnen.
  41. SEO einmal komplett und dann nie wieder ist der falsche Weg.
  42. SEO ohne ausreichender Recherche.
  43. Linkaufbau mit Art-fremden Seiten ist nicht förderlich. Ein Elektronik-Shop braucht keinen Link von einen Klamotten-Blog.
  44. Wenig aktuelle Inhalte ranken weiter hinten, aktuelle bevorzugt Google.
  45. Zu viele Keywords in einen Text, in einer Seite. Die optimale Keyworddichte liegt bei max. 3 Prozent des ganzen Textes.
  46. Verbraucher-Texte und Kundeninformationen falsch oder unzureichend.
  47. Falscher Umgang mit mit bestimmten Produkten. Für einige Artikel, darunter Lebensmittel und Schmuck, … gelten Sonderbestimmungen!
  48. Am Online-Recht sparen. Eine Rechtsberatung kann Abmahnungen ersparen und damit Geld.
  49. Fehlende Anpassung an neuen Gesetzen.
  50. eMail-Aktionen und Sonderangebote sowie Aktionen bei Facebook unterliegen rechtliche Bestimmungen. Vorher Informieren erspart Ärger.

 

Mein Fazit

Es ist kaum zu Glauben, dass von allen Gründern 32% so schnell scheitern. Ließt man aber die 50 Punkte genauer durch, sehe auch ich einzelne Aspekte, die von Zeit zu Zeit auch bei mir zutreffend sind. Ich ertappe mich auch immer wieder bei Aufgaben, die nicht so wichtig sind, obwohl es Dinge gibt, die schnell abgearbeitet werden müssen.

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