Import aus China - der günstige WareneinkaufIm heutigen Beitrag geht es um einen günstigen Einkauf in Fernost. China bietet ein guten Preisverhältnis für den Einkauf. Online-Händler können da profitieren – nicht nur für das kommende Weihnachtsgeschäft. Wie das geht und wie man das am besten umsetzt, möchte ich heute beschreiben.




Import aus China – der günstige Wareneinkauf

Wer im Internet günstiger als die Konkurrenz verkaufen will, der sollte über einen Import aus Fernost mal genauer nachdenken. Ein Import kann sich durchaus lohnen. Aber es ist natürlich auch nicht so einfach, wie hierzulande. Da gibt es die Einfuhrsteuer, Zoll und fremde Währungen im Einkauf. Und deine mit unter lange Lieferzeit sollte auch berücksichtigt werden. Aber trotzdem ist ein Import oft lohnent. Denn viele Produkte werden ohnehin importiert und gehen durch viele Hände, bis sie bei Dir zum Verkauf angeboten werden. Und natürlich schlägt jeder Zwischenhändler seinen Gewinn drauf. Das kannst Du dir beim eigenen Import sparen.

Waren sollten immer so nahe an der Quelle, bzw. dem Hersteller bezogen werden wie es nur geht. Den Kontakt für den Direktimport stellst Du am besten auf Fachmessen her. Es nützt nichts, nach China zu fliegen und dort Firmen ausfindig zu machen und nach einer Partnerschaft zu fragen. Ebenso ist es schwierig das über das Internet zu tun. Nein, wenn der China-Import vor vorne an erfolgreich werden soll, führt nichts an einer Chinesischen Messe vorbei.

Die aktuelle Ausgabe „INTERNETHANDEL – Import aus China“ beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Ich selbst habe mich schon lange dafür interessiert wie man das am besten angeht. Im folgenden gehe ich auf den Artikel kurz ein, der in der aktuellen Ausgabe auf ca. 26 Seiten beschrieben ist.

In fünf Schritten nach China – die Vorbereitungen für einen erfolgreichen Import

In dem Artikel wird empfohlen, die Kanton-Messe in China zu besuchen und dort den Kontakt herzustellen. In 5 Schritten wird beschrieben, wie man dabei vorgehen kann:

  1. Eine gute Planung: Zielsetzungen / Produktvorbereitung – Es geht nicht darum, sich von einer Chinesischen Messe inspirieren zu lassen. Dort sollen vielmehr Kontakte hergestellt werden. Die größte Messe in China ist in Guangzhou (auch Kanton Messe genannt) und hat über 300.000 qm Ausstellungsfläche (über 31.000 Aussteller). Fünf Tage müssen dort gut geplant sein, sonst ist die Reise vergebens. Außerdem ist zu beachten, dass viele Marken nicht importiert und wiederverkauft werden dürfen, wenn man nicht die Markenrechterlaubnis des Herstellers hat. Des Weiteren müssen die importierten Waren, vor allem Elektroartikel und Lebendmittel, die EU-Bestimmungen entsprechen. Dafür haftet der Importeuer, auch für alle Folgeschäden! Deshalb sollten für den Anfang „einfache“ Artikel gewählt werden. Stell Dir eine Liste von Artikeln zusammen, die sich für den Import lohnen.
  2. Informationen sammeln und Export-Konditionen ermitteln – Nun sollte ermittelt werden, wie hoch der Zieleinkaufspreis sein darf. Als Beispiel wird eine Saftpresse beschrieben:
    Beispielrechnung für eine Saftpresse aus China (900 Stk.):
    Ihr aktueller EK 2,00 EUR
    ./. 3% Skonto = 1,94 EUR
    ./. gewünschte Einkaufsverbesserung 20%
    Wunschpreis frei Haus = 1,616 EUR
    ./. Reklamationsquote 4%
    ./. Risikorückstellung 5% = 1,482 EUR
    ./. Fracht innerdeutsch (0,055 EUR) = EK frei Zollager 1,427 EUR
    ./. 6,5% Importzoll = 1,339 EUR
    ./. Seefracht (0,12 EUR) = 1,219 EUR
    ./. Finanzierungskosten 3%
    Zieleinkaufspreis: ca. 1,18 EUR / 1,63 US$ (bei Geld Kurs 1,38)

    Das lohnt sich natürlich nur bei großen Mengen, die auch die Lieferanten lieber sehen. Nicht vernachlässigt werden sollte dabei wieder die EU-Verordnungen und Kennzeichnungen. Informiere Dich beim Zoll über die aktuelle Zollverordnung.

  3. Die Buchung und das Gepäck für den China-Besuch – Unter http://www.cantonfair.org.cn findest Du Informationen über die Kanton-Messe, sowie eine Liste der Hotels. Denke daran, dass Du einen Reisepass und ein Visum benötigst. Ein Visum kostet um die 100,- EUR und kann unter http://visumdirekt.de beantragt werden. Den Flug kannst Du über einen Reisebüro oder im Internet ordern. Das kostet zwischen 700,- EUR und mehreren Tausend Euro (Hin und zurück).
  4. Endlich in China – Orientierung und die Messe – Im Hotel wird bereits ein Lichtbildausweis für die Messe erstellt. Du erfährst dort auch, wie die Busse zur Messe fahren. In der Messe gibt es für ca. 100,- pro Tag einen Übersetzer.
  5. Der erste Einkauf in China und (Qualitäts-) Prüfungen – Der erste „echte“ Einkauf wird nach der Reise entschieden.  Dazu gehört unter anderem die Kalkulation des Bezugspreises, Prüfung der Schutzrechte und Prüfung der Sicherheits-Standards.

Ich kann natürlich nicht in ein paar Sätzen beschreiben, was in dem aktuellen Magazin auf 26 Seite detailliert beschrieben wird. Wer einen China-Import plant, sollte unbedingt den ganzen Artikel lesen. Ich hatte auch eine ganz andere Vorstellung und war der Meinung, dass es auch vom heimischen PC aus ginge. Nach den Artikel sehe ich das nun anders.

Weitere Artikel – INTERNETHANDEL Nr. 97

In kurzen Stichpunkten nun weitere Themen:

  • Verkaufen via Facebook und Co
  • Suchbegriffe auf eBay
  • News aus dem E-Commerce
  • Trend zur TV-Werbung und Umsatzprognose 2011
  • Ratschläge für das Weihnachtsgeschäft im Online-Handel
  • Erfolgsgeschichten
  • News zum (Online-) Recht

Import aus China Internethandel

Mein Fazit

Man denkt gar nicht wie groß diese Messe ist (< Foto-Link). Das Business-Leben in China ist eben auch nicht vergleichbar mit dem in Deutschland.

Ein Import von Waren lohnt sich im Angesichts der Hürden und des Aufwands natürlich nur, wenn man große Mengen ordert und wenn man sich in dem Sektor gut auskennt. Der Artikel hilft da schon ein ganzes Stück weiter. Die aktuelle INTERNETHANDEL Ausgabe findet Ihr auch hier.