Der Webshop ist das Herz der Unternehmen, die online ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Warum das unbedingt über den eigenen Webshop passieren sollte und nicht etwa über andere Handelskanäle, lässt sich schnell mit Blick auf den Umsatz erklären. Wer sein Produkt beispielsweise über Amazon oder Ebay anbietet, hat zwar mehr Kunden vor sich, doch die Handelsriesen verlangen natürlich Gebühren und das schmälert den Gewinn. Auf was es deswegen bei der Webshop-Entwicklung ankommen sollte, ist Thema dieses Beitrags.


(Abbildung 1: E-Commerce ist die Zukunft des Einzelhandels. Doch auch die Themen Markenbildung und Filialen sollten nicht vergessen werden.)

„Mobile First“ lautet die Forderung

„Mobile First“ lautet die Forderung

(Abbildung 2: Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei beste Qualität des Shops – in der Desktop- und der mobilen Variante.)

Was auf den ersten Blick verständlich klingen mag, wird in der Praxis dennoch meistens falsch umgesetzt. Ziel darf nicht sein, die Inhalte der Desktop-Internet-Variante „irgendwie“ mobil zu machen. Ziel muss sein, mobil das bestmöglichste Design und Handling zu offerieren. Wenn diese mobile Variante dann noch als responsive Design angelegt wurde, kann sich letztlich auch die Desktop-Variante sehen lassen. Diese Forderungen gilt es bei der Ausarbeitung eines Webshops umzusetzen:

  • Jeder User braucht das beste Ergebnis. Der mobile User ist schlecht klassifizierbar. Ihm werden immer mehr technische Optionen offeriert, die er dankend annimmt – und die von den Programmierern auch entsprechend umgesetzt werden müssen. Schließlich gilt: Die Inhalte der Webseite müssen auf jedem Medium in Top-Qualität ausgegeben werden. Das ist nicht nur bei der Bildschirmauflösung zu bedenken, sondern auch bei den unterschiedlichen Browserversionen und mit Blick auf die Ladezeiten.
  • Für jede Ausgabe-Variante gibt es künftig ein Layout. Der Trend geht hin zu zwei nebeneinander existierenden Layouts – einer responsiven Variante für mobile Endgeräte und eine zweite für die Desktop-Variante. Zwar müssen beide Layouts aufgesetzt werden, jedoch ist dies letztlich leichter umzusetzen, als eine Option zu kreieren, die Inhalte transferiert und suboptimal übersetzt.
  • SEO– und Ranking-Themen splitten sich auf zwei Medien. Obgleich es um ein und dasselbe Produkt geht, bringt die Aufsplittung in zwei Layouts auch Herausforderungen für das Google-Ranking mit sich. Der Nachteil bei der alten Variante war es, dass durch HTML-Kennungen, die explizit für die Desktop- oder die mobile Variante konzipiert waren, zu doppeltem Content kam. Nun aber stehen die Betreiber vor der Herausforderung, beide Shops als zwei unterschiedliche Shops zu betrachten. Das bedeutet, dass unterschiedliche Texte und unterschiedliche Textlängen nötig sind und dass jede Variante für sich ein individuelles Ranking in den Suchmaschinen erhält.

Abschied vom Kanaldenken

Das, was ein Online-Shopper in aller Regel gar nicht merkt, in der Branche aber Thema in zahlreichen Diskussionen ist, ist das Thema „Kanaldenken“. Einen Abschied von der strikten Trennung aus Online- und Offline-Handel wird heute deutlicher denn je gefordert. Vielmehr soll es künftig darum gehen, auf allen Kanälen denselben Service, dieselbe Qualität und denselben Preis zu offerieren.

Vor diesem Hintergrund wird auch verständlich, dass Onlinehändler dazu aufgefordert werden, an Filialen zu denken. Diese sind vor allem, aber nicht ausschließlich für das alte Kundenklientel von Bedeutung. Gerade sie shoppen gern im Laden und könnten dazu beitragen, das Markenbewusstsein auch auf ihre Umwelt zu transferieren – ganz egal ob diese gerne online oder offline shoppt. Wichtig ist letztlich nur der Absatz über die eigenen Kanäle – sei es im Netz, im Shop in der Fußgängerzone oder auf eine neue Art und Weise, die den Einzelhandel einmal mehr revolutionieren wird. Einige E-Commerce-Trends in diesem Zusammenhang sind hier thematisiert.

 

Abbildung 1+2: pixabay.com © Mediamodifier (CC0 Public Domain)

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